Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/katwarn-und-nina-katastrophen-warn-apps-zeigen-gleiche-gefahrenmeldungen-an-1902-139162.html    Veröffentlicht: 04.02.2019 13:54    Kurz-URL: https://glm.io/139162

Katwarn und Nina

Katastrophen-Warn-Apps kooperieren bei den Gefahrenmeldungen

Bisher haben Nutzer der Warn-App Katwarn keine Benachrichtung über eine mögliche Katastrophe erhalten, wenn der Landkreis diese mit dem Konkurrenten Nina verbreitete - und umgekehrt. Das Informationsangebot ist nun vereinheitlicht worden.

Die beiden Katastrophen-Warn-Apps Katwarn und Nina zeigen künftig ihren Nutzern auch diejenigen Meldungen an, die eigentlich für die jeweils andere App gedacht waren. Das hat der Entwickler der App Katwarn, Fraunhofer Fokus, bekanntgegeben. Auch die App Biwapp wird am Synchronisierungsprozess teilnehmen.

Bisher konnten Katwarn-Nutzer keine Warnungen erhalten, die ein Landkreis für die Nina- oder Biwapp-App herausgegeben hat, und umgekehrt. So könnten wichtige Mitteilungen untergehen, wenn Nutzer beispielsweise mit ihrem Auto in einen anderen Landkreis fahren und die dort unterstützte App nicht verwenden. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat die fehlende Kompatibilität in der Vergangenheit mehrfach angesprochen.

Gleiche Warnungen bei beiden Apps

Die Warn-App Nina wird vom BBK selbst betrieben, Katwarn hingegen wird von der Combirisk GmbH angeboten. Bereits im Frühjahr 2017 wurde eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit abgeschlossen. Im Spätsommer 2018 hatte das BBK die Absicht geäußert, die Warnungen bei den beiden Apps zusammenzufassen. "Das Bundesamt ist beauftragt, es technisch zu ermöglichen, dass jeder Bürger gewarnt wird, egal, welche App er auf dem Handy hat", sagte BBK-Chef Christoph Unger damals.

In Zukunft ist es also egal, ob ein Nutzer Katwarn, Nina oder Biwapp verwendet. Die Betreiber der beiden Apps wollen auch weiterhin zusammenarbeiten und die Anwendungen anpassen sowie weiter optimieren.

Neben Apps sollen in Zukunft auch elektronische Werbetafeln als Mittel zur Warnung der Bevölkerung vor Gefahren dienen. Das BBK hat im August 2018 begonnen, mit Anbietern derartiger Werbetafeln Vereinbarungen abzuschließen. Dann könnte die Werbung im Ernstfall einer Warnmeldung weichen.  (tk)


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