Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/google-nexus-one-fuenf-tage-froyo-1902-139040.html    Veröffentlicht: 01.02.2019 11:59    Kurz-URL: https://glm.io/139040

Android-Smartphone

10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen

Android ist erst zehn Jahre alt, doch die ersten Geräte damit sind schon Technikgeschichte. Wir haben uns mit einem Nexus One in die Zeit zurückversetzt, als Mobiltelefone noch Handys hießen und Nachrichten noch Bällchen zum Leuchten brachten.

Als vor zehn Jahren Android auf den Markt kam, war ich noch mit einem Nokia Communicator und Symbian unterwegs. Lange ahnte ich gar nichts von den Vorzügen moderner Smartphones. Ein Freund führte mir damals stolz sein erstes Android-Gerät vor: einen riesigen Knochen von Motorola, das Milestone. Ich war nicht besonders angetan und fragte mich, was das Ding mit seiner lausigen Akkulaufzeit nun so viel besser machte als meinen Communicator.

Heute sind die Bestseller von damals oft nur noch Elektroschrott - im Bruchteil einer Menschengeneration sind viele Generationen von Android-Smartphones auf den Markt gekommen und durch neuere ersetzt worden. Aber ist das wirklich nötig? Oder käme man auch heute noch mit einem Android-Gerät der ersten Stunde aus? Ich will die verpasste Erfahrung von damals nachholen und mein aktuelles Smartphone für eine Woche beiseitelegen. Der historische Ersatz: Googles erstes eigenes Smartphone.

Auf Ebay werde ich schnell fündig: ein Nexus One für 27 Euro - und die Auktion geht nur noch drei Tage! Ein Kollege aus dem Mobilressort dämpft meine Hoffnungen: "So funktioniert Ebay nicht. Der Preis geht noch hoch." Geht er aber nicht. Eine Woche später halte ich ein neuwertiges Google Nexus One in meinen Händen. Ersteigert für etwas mehr als 30 Euro inklusive Versandkosten. Ich habe mich vorher kaum über seine Features und Eigenheiten informiert. Ich wollte so starten, wie ich es im Mai 2010 getan hätte, wenn ich das nötige Kleingeld dafür gehabt hätte - es kostete immerhin fast 500 Euro.

Nach dem Auspacken entdecke ich als Erstes unter dem Bildschirm ein Scroll-Bällchen wie bei alten Mac-Mäusen - wofür das wohl gut ist? Das winzige Gerät ist aus grauem Plastik gefertigt, fühlt sich mit seiner leicht gummierten Rückseite aber nicht billig an. Die abgerundete Ober- und Unterseite lassen Erinnerungen an die Zeit wach werden, als Mobiltelefone Handy und nicht Smartphone hießen. Das One ist ein echter Handschmeichler und passt natürlich in jede Hosentasche. Die Kollegen bestaunen meinen Neuzugang: Gilt das schon als retro? Wir fühlen uns ein wenig alt.



Das erste Nexus-Smartphone ist für seine Zeit ziemlich gut ausgestattet: Es hat einen Snapdragon-Chipsatz mit einer 1 GHz schnellen CPU, 512 MByte RAM, einen Micro-SD-Kartenslot und ein AMOLED-Display mit einer Pixeldichte von 225 ppi. Bei Letzterem wird mir klar, dass ich das Gerät nicht mehr mit den damaligen Augen betrachten kann: Lediglich 3,7 Zoll Diagonale sind heute unvorstellbar und das Display befindet sich gefühlt zwei Millimeter unter dem Glas. Ich hoffe, dass ich mich in den kommenden fünf Tagen schnell an das Mäusekino gewöhne, aber meine Augen sind recht gut. Gespannt bin ich auch auf die Akkulaufzeit. Ich bin kein Poweruser, mein Huawei P9 hält locker 15 Stunden durch. Ich nutze es morgens und abends in der S-Bahn am intensivsten: um zu recherchieren, Videos anzusehen und Musik zu streamen.

Android war im Jahr 2010 ziemlich fortschrittlich. Google hatte in sein mobiles Betriebssystem eine Menge Funktionen integriert, die heute als Standard gelten. So gab es die Möglichkeit, E-Mails, Kalender und Kontakte aus mehreren Konten zu synchronisieren, eine umfangreiche Suchfunktion in Nachrichten und E-Mails, ein selbstlernendes Wörterbuch bei der Bildschirmtastatur sowie einen Browser, der auch HTML 5 konnte. Am wichtigsten war aber wohl die Unterstützung einer ganzen Reihe von Geräteformaten, Bildschirmauflösungen und Hardwarekonfigurationen verschiedener Hersteller. Mein Nexus One wurde von HTC für Google produziert und sollte die Vorzüge von Android am besten repräsentieren. Das klappt nur heute leider nicht mehr so gut, wie ich schnell herausfinde.

Tag 1

Es ist allerdings nicht mehr das originale Android darauf installiert, sondern Version 2.2.1 alias Froyo - ursprünglich kam das Nexus One mit 2.1 (Eclair). Angeblich soll es sich bis auf Version 2.3.6 (Gingerbread) aktualisieren lassen, es gibt sogar Berichte von Nutzern, die im Jahr 2013 Version 4.4 (Kitkat) installiert haben.

Als Erstes versuche ich, einige Apps herunterzuladen. Dabei fällt mir auf, dass auf dem gelobten AMOLED-Display die Matrix für den Touchscreen zu erkennen ist. Der Bildschirm ist zwar hell, trotzdem kann ich zumindest im Freien nicht allzu viel darauf erkennen - er spiegelt stark und zieht Fingerabdrücke an. Zum Glück ist Winter, da ist es meistens dunkel.

Was mir beim Navigieren durch Homescreens und Menüs auffällt: Die Bildwiederholrate ist niedriger als bei modernen Smartphones. Dadurch wirkt es, als würde das System leicht ruckeln. Das hätte mich vor zehn Jahren absolut nicht gestört, weil damals alle Systeme außer iOS eine wesentlich schlechtere Perfomance aufwiesen. Der Standardbrowser startet in unter einer Sekunde, bis die Golem.de-Seite geladen ist, dauert es ungefähr 4 Sekunden. Das ist für heutige Verhältnisse lang, aber insgesamt reagiert Android fix und wirkt auch im Jahr 2019 nicht träge. Alle Menüs sind schwarz hinterlegt, im Jahr 2010 gab es offenbar nur Dark Mode und nichts anderes.

Market statt Play Store

Da die Version des Android Market auf dem Nexus One nicht mehr funktioniert, will ich versuchen, ihn per Sideloading - also am Appstore vorbei - zu aktualisieren. Dabei ruiniere ich mir zunächst eine 64-Gbyte-SDXC-Karte, weil das Telefon lediglich SDHC beherrscht. Egal: Es funktioniert ohnehin nicht auf Anhieb, weil es keinen Dateibrowser gibt. Zweiter Versuch: Download der APK per Browser, dann direkt starten, unzertifizierte Apps erlauben, presto. Aus dem Store ist jedoch fast nichts mehr installierbar, die Apps sind zu meinem alten Android inkompatibel. Ich frage mich, warum sie trotzdem angezeigt werden.

Merkwürdigerweise wird der Play Store nach einigen Tage nur noch kompatible Programme auflisten. Soweit sind wir aber noch nicht, also weiter Sideloading. Ein Dateibrowser, ein Feedreader, Opera Mini, Angry Birds, aktuellere Versionen von Gmail und Maps landen nach und nach auf dem Nexus One. Von den vorinstallierten Programmen läuft lediglich Facebook noch ohne Probleme. Die Küchenschabe unter den Apps, denke ich.

Nach einer Stunde Installationsmarathon bekomme ich die erste Warnung, dass der Speicher knapp wird. Kein Wunder, 512 MByte sind wirklich wenig. Trotzdem fehlen mir noch einige Apps: ich habe keinen Reddit-Client und ich bekomme es nicht hin, Musik zu streamen. Meine Versuche, diese beiden Probleme per Opera-Mini-Browser zu lösen, scheitern. So kann ich zwei meiner Hauptnutzungsszenarien schon mal nicht abdecken. Fehlt noch Youtube - aber das läuft per Browser.

Mein Bällchen leuchtet

Dafür blinkt das kleine Bällchen unter dem Display plötzlich blau auf - ich habe eine SMS von meiner Frau bekommen. Ich bin entzückt und schreibe ihr, dass sie mein Bällchen zum Leuchten gebracht hat! Sie fragt etwas verstört, ob das eine romantische Anspielung sei? Tatsächlich ist diese Form der Benachrichtigung ziemlich praktisch, weil man sie auch von der Seite erkennen kann, wenn das Telefon auf dem Tisch liegt. Sonderlich viele Nachrichten werde ich aber in den nächsten Tagen ohnehin nicht bekommen, denn meine Messenger-Apps laufen nicht auf dem Nexus One: Signal, Hangouts und Hipchat sind inkompatibel. Das kann man aber wohl kaum dem Smartphone vorwerfen.

Auf der Heimfahrt in der S-Bahn stürzt das Gerät mehrmals ab und startet mit einem freudigen Ton neu. Vielleicht ist der Akku nicht mehr ganz in Ordnung? Andererseits versprechen 1.400 mAh Kapazität auch keine Langläuferqualitäten. Dafür lädt er in 20 Minuten 20 Prozent auf - und das ohne Fast-Charging. Hätte mir mein Freund damals statt seines Motorola-Knochens das Nexus One gezeigt, wäre ich definitiv begeistert gewesen.

Abends spiele ich im Bett noch etwas mit dem Telefon und bemerke, dass sich das Bällchen zum Scrollen in Webseiten eignet. Leider wird ein kleiner Mauszeiger eingeblendet, der bei dem winzigen Display schon mal einige Buchstaben überdeckt. Ich freue mich schon darauf, was ich morgen noch alles entdecken werde und finde das Retro-Smartphone gerade um einiges spannender als jedes moderne Gerät, das ich in den vergangenen Monaten in den Händen hatte.

Tag 2 und 3

Der Tag beginnt gegen 6 Uhr mit Musik von der SD-Karte. Auf der Fahrt ins Büro browse ich ein wenig auf Golem.de, benutze aber dann das Nexus One nur als Hotspot für meinen Laptop. Das Display ist einfach zu klein für meine noch müden Augen. Den Test, wie es sich allein mit dem Smartphone arbeitet, verschiebe ich auf später. Dafür probiere ich noch kurz Angry Birds: läuft super. Aber bald schon erscheint wieder das kleine Festplattensymbol in der Benachrichtigungsleiste: Speicher ist knapp.

Ich beschließe, einige Anwendungen mit App2SD auf die Speicherkarte zu verschieben, aber das klappt nicht, weil das Programm kommentarlos abstürzt. In den folgenden acht Stunden im Büro benutze ich das Smartphone nur sporadisch zum Nachrichtenlesen und telefonieren. Dabei fällt mir auf, dass sich das Nexus One wie ein klassisches Telefon anhört: Die Sprachqualität ist nicht schlecht, aber eben auch nicht gut. Dabei hat es sogar ein zweites Mikrofon, um Umgebungsgeräusche herauszufiltern. Der Effekt ist jedoch lange nicht so gut wie bei heutigen Smartphones.

Auf der Heimfahrt habe ich immerhin noch 50 Prozent Akku und beschließe, ein paar Youtube-Videos anzuschauen. Das geht zunächst ganz gut, doch dann stoppt der Stream immer und immer wieder. Das liegt am löchrigen Berliner UMTS-Netz, die Youtube-App auf meinem P9 scheint diese Übergänge besser abzupuffern. Immer mal wieder erwärmt sich das Smartphone und stürzt ab - bis ich für zehn Minuten am Bahnhof Wannsee strande, weil irgendeine Anschlussbahn nicht fährt. Hier kann ich unterbrechungslos mein Video zu Ende sehen. Es herrschen beste Bedingungen für das Nexus One: Es ist klirrend kalt und die Mobilfunkzelle bleibt zuverlässig gleich. Ich stelle das Display probeweise auf volle Helligkeit und kann zusehen, wie die Akkulaufzeit dahingeht. Ich komme mit 25 Prozent zu Hause an. Den zweiten Akku, den ich vorsichtshalber gekauft habe, werde ich so wohl nicht brauchen. Aber gut zu wissen, dass man im Zweifelsfall nachlegen kann.

Tag 3

Am dritten Tag läuft das Telefon ab 6:30 Uhr, ich teste das Einfügen von Artikelvorschlägen in das Golem.de-System auf der S-Bahn-Fahrt. Die Verbindungsgeschwindigkeit fühlt sich dank UMTS angenehm flott an. Ich kopiere eine News aus dem einen Tab von Opera Mini heraus und verfrachte sie in einen zweiten Tab, in dem unser Backend geöffnet ist. Überschrift und Link markiere ich etwas umständlich mit dem Finger. Die URL lässt sich nämlich nicht über die Teilen-Funktion in den Zwischenspeicher legen.

Apropos Speicher: Beim Wühlen in den Einstellungen finde ich heraus, dass ich überhaupt keine App dafür benötige, Anwendungen auf die SD-Karte zu verschieben. Diese Funktion ist in Froyo eingebaut. Ich installiere frohgemut Jetpack Joyride, schließlich habe ich ja jetzt Platz dafür. Leider schmiert das Spiel nach dem Start mit einem grünen Bildschirm ab. Egal, Akku raus und Neustart. Weder die Nutzung einer SD-Karte noch der Akkutausch gehen bei späteren Nexus-Smartphones, denke ich hämisch. Dafür können die Musik streamen, daran scheitere ich immer noch. Weder VLC noch andere Musik-Apps wollen .m3u- oder .pls-Links öffnen. Das scheint an Android 2.2.1 zu liegen. Ich höre also seit zwei Tagen immer und immer wieder die gleichen Songs von meiner SD-Karte. Was mir inzwischen auch massiv auf die Nerven geht: Die Benachrichtigungsleiste von Froyo ist praktisch nutzlos. Ich kann einzelne Nachrichten nicht entfernen, Schnelleinstellungen fehlen und nach einem Wisch von oben nach unten ist der winzige Bildschirm schnell voll mit Infos und Hinweisen.

Guter Akku, miese Kamera

Heute ist der Tag der Wahrheit für den Akku. Um 9 Uhr im Büro hat das Telefon zwar noch 77 Prozent Ladung, aber abends steht eine Feier an. Außerdem wird die Golem.de-Redaktion eine Bootsfahrt machen, die ich natürlich fotografisch festhalten möchte.

Die Qualität der Kamera ist wie befürchtet: Bei bedecktem Berliner Himmel sind die Bilder verrauscht, Innenaufnahmen gelingen trotz klitzekleinem LED-Blitz nicht. Auch die Videos sehen mit ihrer Auflösung von 720 x 480 Pixeln matschig und flau aus. Eine Frontkamera hat das Gerät nicht, ist vermutlich besser so. Um 21 Uhr hat der Akku zwar noch 35 Prozent und die Party ist in vollem Gange, aber das tröstet mich wenig. Als auf der Heimfahrt das Telefon abermals vier Neustarts hinlegt, bin ich sicher: Der Tiefpunkt ist erreicht.

Tag 4 und 5

Es ist Wochenende! Morgens kommt mir eine Idee: Ich grase eine Stunde lang die Liste aller meiner Apps im Play Store ab. Dabei finde ich endlich eine kompatible Spotify-Anwendung! Die tauchte sonst nicht in der Suche auf. Die UI sieht für mich sogar aufgeräumter aus als im aktuellen Client. Ebenfalls offiziell aus dem Store verschwunden und gleich heruntergeladen: Super Monkey Ball. Installiert, läuft. Vielleicht sollte man öfter mal diese Liste durchgehen und nach solchen App-Leichen suchen, denke ich.

Nachmittags höre ich Musik über Spotify und arbeite per Hotspot verbunden auf dem Notebook. Meine Stimmung steigt wieder. Weil ich keinen Messenger mehr habe, schreibe ich stattdessen per Signal-Desktop-App unter Windows Nachrichten. Das geht auch - und sogar besser. In den vergangenen Tagen habe ich die Spracheingabe von Google schätzen gelernt, weil die Android-Tastatur viel zu klein zum Tippen ist. Immerhin gibt es schon Wortvorschläge, die Option, mehrere Sprachen zu nutzen, aber natürlich nicht. Ich bin mir übrigens immer noch nicht sicher, ob die verhältnismäßig bislang gute Akkulaufzeit von mindestens 14 Stunden am Energiemanagement von Android liegt oder daran, dass ich das Telefon einfach weniger benutze als mein aktuelles Smartphone. In der S-Bahn stürzt das Smartphone ausnahmsweise nicht ab, dafür unterbricht es in unregelmäßigen Abständen die Verbindung zu meinem Bluetooth-Kopfhörer.

2010 fand ich die Idee absurd, dass man sein Telefon täglich aufladen müsste. Mein einziges Bluetooth-Zubehör war ein GPS-Empfänger, der nur sehr sporadisch und bei gutem Wetter funktionierte. In Berlin überhaupt nicht. Das Nexus One ist in diesem Bereich zwar besser, aber nicht so exakt wie mein modernes Smartphone. Es zeigt zuverlässig den Standort auf 20 Meter genau an. Trotzdem freue ich mich auf morgen: In 24 Stunden habe ich wieder ein modernes Telefon!

Tag 5

Ich mache eine Liste von Dingen, die mich am Nexus One nerven: kein Entsperren per Fingerabdruck, die Nachrichtenleiste, keine Screenshot-Möglichkeit, keine eigene Playlist in Spotify, der Kalender synchronisiert sich mitunter nicht, das Telefon loggt sich manchmal nicht in bekannte WLAN-Netzwerke ein. Alles Kleinigkeiten, sicher - in der Summe verleiden sie mir jedoch den Spaß an dem Smartphone. Ich nehme an, dass mir das 2010 alles recht gewesen wäre. Allein die Möglichkeit, problemlos Apps zu installieren und den Funktionsumfang des Telefons somit gravierend zu erweitern, hätte mich über andere Unzulänglichkeiten hinwegsehen lassen. Das Nexus One wurde durch Updates von Google noch mit der Version 2.3.3 namens Gingerbread versorgt, die Liste mit Verbesserungen ist lang. Der Komfortabstand zu Symbian oder Windows Mobile ist beträchtlich, Android Froyo läuft verglichen mit diesen Dinosauriern unter den mobilen Betriebssystemen flott und stabil.

Mit den heutigen Alternativen ist das Smartphone nicht mehr attraktiv - und das liegt am Betriebssystem. Die Hardware hingegen ist in vielerlei Hinsicht völlig okay. Selbst der winzige Bildschirm würde viele Nutzer heutzutage kaum stören, wenn man den kleinen Formfaktor mag. Ja, die Kamera ist mies, der Speicher viel zu klein, LTE fehlt und das Entsperren ohne Biometrie erscheint heute umständlich. Aber grundsätzlich hat das Nexus One alles, was ein echtes Smartphone ausmacht. Mit einigem zusätzlichem Aufwand ließe sich bestimmt auch noch mehr aus dem Gerät herausholen, als ich es vermocht habe.

Am Nachmittag schalte ich endlich wieder mein Huawei P9 an - was für ein riesiger, heller Bildschirm! Die Dimming-Funktion des Nexus One hatte das Display immer reichlich stark abgedunkelt - natürlich ließ sich das in Android 2.2.1 nicht anpassen.

Auf dem Heimweg höre ich Musik - aber ohne Spotify, weil ich noch einen neuen guten Mix auf der Speicherkarte aus dem One habe. Ich tippe ganz normal per Bildschirmtastatur, ohne ständig korrigieren zu müssen - per Signal! Mein Kollege aus dem Mobilressort schreibt: "Und, wie schlimm war es?" Meine Antwort: "Ging schon". Ich möchte mein aktuelles Gerät nicht dauerhaft gegen das Nexus One tauschen. Aber das leuchtende Bällchen hätte ich schon gern zurück!  (mwo)


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