Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/windows-7-auf-windows-10-microsoft-verspricht-einfache-umstellung-1901-138913.html    Veröffentlicht: 23.01.2019 10:46    Kurz-URL: https://glm.io/138913

Windows 7 auf Windows 10

Microsoft verspricht einfache Umstellung

Microsoft unterstützt Admins bei der Umstellung von Windows 7 auf Windows 10 und versucht, besorgte Anwender zu beruhigen. Eine weitgehende Unterstützung beim Übergang gibt es aber nur für bestimmte Kunden.

Microsoft beschäftigt sich derzeit intensiv mit der Umstellung von Windows 7 auf Windows 10 und verspricht, dass sie kaum Probleme für Kunden verursachen wird. Über die erste Phase des jetzt global verfügbaren Desktop-App-Assure-Programms hat das Unternehmen nach eigenen Angaben herausgefunden, dass die Anzahl der Problemprogramme gering ist. Das soll Kunden beruhigen, die sich Sorgen wegen der kommenden Umstellung machen, denn Windows 7 wird nicht mehr lange kostenlos von Microsoft gepflegt.

Laut einer ersten Erhebung von Microsoft wurden 41.000 Anwendungen auf Kompatibilität geprüft. In rund 7.000 Fällen hatten Microsoft-Kunden Sorgen bezüglich der Kompatibilität. Allerdings brauchten die Unternehmen nur in 39 Fällen tatsächlich Hilfe. Und für viele dieser Probleme hat Microsoft nach eigener Aussage bereits Lösungen gefunden, allerdings noch nicht für alle. Die Statistik ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, da nur Unternehmenskunden erfasst wurden, die sich mit ihren Problemen über dieses spezielle Programm an Microsoft gewandt hatten.

Zumindest für Spieler dürfte der Umstieg doch etwas komplizierter sein, denn es handelt sich nicht um eine Büroanwendung, die oft aktualisiert wird, sondern um hardwarenah programmierte Software. Manch altes Spiel nutzt noch (Treiber-) Mechanismen, die unter Windows 10 nicht mehr erlaubt sind. Updates sind dann selten, sieht man von langen gepflegten Klassikern, etwa von Blizzard, ab.

Trotzdem ist die Situation beim Umstieg von Windows 7 auf 10 nicht mit dem letzten Umstieg vergleichbar: Windows XP auf Windows 7. Vista-Nutzer waren die ersten, die mit zahlreichen Problemen konfrontiert wurden. Diese waren damals so gravierend, dass sich viele Unternehmen, aber auch Privatanwender dazu entschieden, erst einmal nicht umzusteigen. Für Windows 7 führte Microsoft wegen dieser Probleme den sogenannten XP Mode ein, eine unter Windows 7 laufende virtuelle Maschine mit einer Windows-XP-Installation. Das erleichterte vor allem Unternehmen den Umstieg, die alte, aber wichtige Unternehmenssoftware noch weiterverwenden mussten.

Unter Windows 10 ist das offenbar nicht notwendig. Trotzdem gibt es seit kurzem global eben dieses neue Kompatibilitätsprogramm: Desktop App Assure soll letzte Probleme mit Hilfe von Microsoft lösen. Das hilft aber weder Privatanwendern noch kleinen Unternehmen. Laut den Fasttrack-Voraussetzungen braucht es mindestens 150 Lizenzen aus einer Liste diverser hochpreisiger Angebote, um den Service nutzen zu können.  (ase)


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