Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/elektromobilitaet-toyota-und-panasonic-wollen-akkus-fuer-elektroautos-bauen-1901-138885.html    Veröffentlicht: 22.01.2019 11:22    Kurz-URL: https://glm.io/138885

Elektromobilität

Toyota und Panasonic wollen Akkus für Elektroautos bauen

Die hohen Preise für Akkus sind ein Grund, weshalb Toyota bei den Elektroautos hinter die Konkurrenz zurückfällt. Um das zu ändern, hat der Automobilhersteller mit Panasonic ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, das Akkus für Autos herstellen und entwickeln soll.

Eine gemeinsame Produktion von Akkus für Elektroautos planen die beiden japanischen Konzerne Panasonic und Toyota. Dazu haben sie ein Joint Venture gegründet, an dem Toyota 51 Prozent und Panasonic 49 Prozent hält.

Panasonic wird fünf seiner Akkufabriken in Japan und China in das Gemeinschaftsunternehmen einbringen, berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei Asian Review. Die Produktionsstätte in der Gigafactory im US-Bundesstaat Nevada sei davon ausgenommen. Dort baut Panasonic Akkus für Tesla.

Die beiden Unternehmen wollen den Ausstoß an Akkus in den kommenden Jahren deutlich steigern. Ziel ist, die Produktionskosten durch hohe Stückzahlen zu senken. Abnehmer der Akkus werden unter anderem Mazda, Subaru, die Toyota-Tochter Daihatsu und möglicherweise Honda Motor.

Festkörperakkus für das Elektroauto der Zukunft

Neben der Produktion geht es aber auch um die Entwicklung neuer Akkutechnologien: Panasonic und Toyota wollen zusammen Festkörperakkus entwickeln. Toyota beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit dieser Akkutechnik und will die ersten Akkus in etwa drei Jahren auf den Markt bringen.

Festkörperakkus, auch Feststoffakkus genannt, gelten als der Energiespeicher der Zukunft für Elektroautos. Die Stromspeicher haben ein festes Elektrolyt, etwa aus einem Polymer oder aus Keramik. Diese Akkus haben einige Vorteile gegenüber den Lithium-Ionen-Akkus, die heute verwendet werden: Festkörperakkus werden schneller geladen, haben eine deutlich höhere Energiedichte und sie können kein Feuer fangen.

Toyota war zwar ein Pionier bei den Hybridfahrzeugen. Bei den Elektroautos liegt der Automobilkonzern jedoch hinter VW und den Konkurrenten aus China. Bis 2030 will Toyota die Verkäufe von Elektroautos verdreifachen. Die hohen Preise für die Akkus sind dabei jedoch ein Hindernis. Das will Toyota über die Akku-Partnerschaft mit Panasonic ändern.  (wp)


Verwandte Artikel:
Patentstreit: Broadcom droht VW mit Lieferstopp für mehrere Modelle   
(05.11.2018, https://glm.io/137509 )
Elektroauto: Toyota verkauft alle Tesla-Anteile   
(03.06.2017, https://glm.io/128193 )
Tesla, Ford, Toyota: Hersteller rufen Autos wegen fehlerhafter Airbags zurück   
(18.01.2019, https://glm.io/138823 )
People Mover: Rollende Kisten ohne Fahrer   
(11.01.2019, https://glm.io/138663 )
Elektroauto: Panasonic steigt bei Tesla Motors ein   
(04.11.2010, https://glm.io/79138 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/