Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/e-sport-mercedes-benz-und-fc-koeln-investieren-in-sk-gaming-1901-138740.html    Veröffentlicht: 15.01.2019 17:40    Kurz-URL: https://glm.io/138740

E-Sport

Mercedes-Benz und FC Köln investieren in SK Gaming

Unter dem Namen Schröt Kommando wurde das heute als SK Gaming bekannte E-Sport-Team gegründet, jetzt hat es neue Anteilseigener aus der Mitte der Gesellschaft: Mercedes-Benz und der 1. FC Köln investieren.

Das aus Oberhausen stammende E-Sport-Team SK Gaming hat neue Anteilseigner. Gleichzeitig haben sowohl der Autohersteller Mercedes-Benz als auch der 1. FC Köln in das Unternehmen investiert. Auffällig ist vor allem die Beteiligung von Mercedes-Benz - immerhin hat der Konzern bis Mitte 2017 noch die Fußball-Nationalmannschaft gesponsert. Die Hinwendung zum E-Sport mag da überraschend anmuten. Allerdings engagiert sich Mercedes-Benz schon länger in dem Bereich, noch bis Ende 2020 etwa läuft ein millionenschwerer Sponsoringvertrag mit dem Veranstalter Electronic Sports League (ESL).

Informationen zu den finanziellen Details der Transaktionen und zur Höhe der jeweiligen Beteiligung liegen nicht vor. Auch ist unklar, ob weiterhin die Firma Esforce die Mehrheitsrechte an SK Gaming hält. Die Holding des russischen Milliardärs Alischer Burchanowitsch Usmanow hatte 2016 in das Team investiert - Esforce ist auf Beteiligungen an E-Sport-Firmen spezialisiert.

Für Mercedes-Benz ist E-Sport vor allem interessant, weil damit neue Zielgruppen erreicht werden. "Wir sind fasziniert von der Begeisterung der jungen und digitalen Generation für das professionelle Gaming, als auch von der neuen Form des Medienkonsums und der Kommunikation in der Fangemeinde", sagte Bettina Fetzer, die in leitender Funktion in der Marketingabteilung der Firma arbeitet.

Der 1. FC Köln wiederum ist der erste Bundesligaclub, der sich an einem E-Sport-Team beteiligt. Die Kölner dürften wissen, was sie für ihr Geld bekommen: Sie arbeiten schon länger mit SK Gaming zusammen. "Das Engagement im E-Sport ist Teil der Digitalisierungsstrategie des 1. FC Köln, mit der sich der FC den veränderten Ansprüchen seiner Fans sowie neuen, jungen Zielgruppen öffnen will - mit dem Ziel, die Basis des FC nachhaltig zu stärken", heißt es in der Pressemitteilung.

SK Gaming beschäftigt laut seiner Webseite derzeit Mannschaften für Clash Royale, Fifa, League of Legends und Smite sowie einen Spieler für Hearthstone. Insgesamt stehen momentan 22 Profis aus aller Welt unter Vertrag. Gegründet und bekannt wurde das Team ab 1997 zuerst unter dem Namen Schröt Kommando und dann später als Schroet Kommando, ursprünglich als Quake-Clan.  (ps)


Verwandte Artikel:
Overwatch: Ellie-Affäre belastet E-Sport-Szene   
(07.01.2019, https://glm.io/138541 )
E-Sport: "Der Wechsel zum Profi ist radikal"   
(19.04.2016, https://glm.io/120396 )
Chatsystem: Blizzard testet Verknüpfung von Twitch und Battle.net   
(28.12.2018, https://glm.io/138421 )
Mercedes EQB: Daimler plant das nächste Elektro-SUV   
(15.01.2019, https://glm.io/138724 )
Playstation 4: Rocket League erlaubt echtes Crossplay   
(15.01.2019, https://glm.io/138725 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/