Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/intel-suche-nach-neuem-ceo-soll-bald-beendet-sein-1901-138721.html    Veröffentlicht: 15.01.2019 11:10    Kurz-URL: https://glm.io/138721

Intel

Suche nach neuem CEO soll bald beendet sein

Wenn es nach Intel geht, will der CPU-Hersteller noch im Januar 2019 einen neuen Chef bekanntgeben - nämlich vor den Quartalszahlen. Nach dem Rücktritt von Brian Krzanich ist Robert Swan der Interim-CEO, ihm soll wohl ein externer Kandidat folgen, was untypisch wäre.

Seit über einem halben Jahr hat Intel keinen echten CEO, denn im Juni 2018 trat Brian Krzanich offiziell wegen einer internen Beziehung zu einer untergebenen Person zurück. Mittlerweile scheint Intel einige Nachfolger ausgemacht zu haben und das Board of Directors würde einen davon noch vor der Besprechung der Quartalszahlen am 24. Januar 2019 als neuen CEO bekanntgeben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Derzeit führt Robert Swan als Interimschef das Unternehmen, der ehemalige Chief Financial Officer will aber die Position des CEO wieder abgeben. Potenzielle Kandidaten wie Anand Chandrasekher (zuletzt Chef der Serversparte bei Qualcomm und früher Senior VP für Mobile bei Intel), Renée James (CEO von Ampere Computing und zuvor Präsidentin bei Intel) oder Sanjay Jha (einst CEO von Global Foundries und langjähriger Qualcomm-COO) sollen nicht mehr auf der Liste stehen. Dennoch scheint Intel einen Externen zu bevorzugen, statt etwa Murthy Renduchintala (Chief Engineering Officer) zu befördern.

Wenn das eintreten sollte, wäre diese Person die erste, die nicht Intel-intern aufsteigt. Industriebeobachter sehen dieses jahrzehntelange Vorgehen als ein Problem an, welches dazu geführt hat, dass Intel seinen Vorsprung bei der Halbleiterfertigung derzeit einbüßt. Es gibt sogar Spekulationen, wonach Intel sogar AMDs Chefin Lisa Su haben möchte oder gleich eine Übernahme stattfinden soll mit dem Ziel, sie als CEO einzusetzen.

Intel hatte in den vergangenen Quartalen zwar Rekordumsätze vermeldet, dem Unternehmen stehen aber Jahre mit harter Konkurrenz bevor: AMD liefert ab Sommer 2019 einen 64-kernigen Epyc-CPUs (Rome) in 7 nm für Server aus, während Intel bis 2021 primär mit 14 nm und bis zu 48 Kernen auskommen muss.  (ms)


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