Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/dommermuth-united-internet-wird-an-5g-auktion-teilnehmen-1901-138648.html    Veröffentlicht: 10.01.2019 17:03    Kurz-URL: https://glm.io/138648

Dommermuth

United Internet wird an 5G-Auktion teilnehmen

United Internet will sich 5G doch nicht entgehen lassen. Durch Partner sollen die Kosten für den Netzausbau auf andere abgewälzt werden.

United Internet wird doch bei der Versteigerung der 5G-Mobilfunkfrequenzen mitbieten. Das berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Partner des Unternehmens. Firmengründer Ralph Dommermuth habe in den vergangenen Tagen bereits mehrere Vorverträge mit Kooperationspartnern für den Ausbau des 5G-Netzes in Großstädten abgeschlossen.

"Dabei wirkten die Führungskräfte sehr entschlossen", erklärten die United-Internet-Partner der Wirtschaftswoche. Offiziell werde United Internet seine Entscheidung erst kurz vor dem Bewerbungsschluss der 5G-Auktion am 25. Januar bei der Bundesnetzagentur bekanntgeben. Der Aufsichtsrat werde sich die Pläne anschauen und zustimmen.

Der chinesische Telekommunikationsausrüster ZTE verhandelt nach einem früheren Bericht mit Dommermuth über einen möglichen Großauftrag. Es wurde der Plan diskutiert, ZTE den Aufbau eines 5G-Netzes übernehmen zu lassen. United Internet würde anschließend die Infrastruktur leasen. Der Plan würde es dem Sparfuchs Dommermuth ermöglichen, ein Netz zu nutzen, ohne selbst die Risiken des Ausbaus tragen zu müssen. "1&1 Drillisch hat mit allen namhaften Netzausstattern gesprochen", sagte ein Unternehmenssprecher. Mit zwei Anbietern seien die Verhandlungen weitestgehend abgeschlossen. Der eine Anbieter komme aus China.

Die Auflagen der Netzagentur sehen jedoch keine Pflicht zum National Roaming vor, das Neueinsteigern pauschal ermöglichen würde, die Netze der drei Betreiber gegen Miete zu nutzen. Nur Verhandlungen sind obligatorisch. Wie diese genau ablaufen sollen, ist bislang aber offen.

Dommermuth hatte eigentlich erklärt, ohne einen Zwang zu National Roaming nicht in ein 5G-Netz zu investieren. "Es sieht momentan nicht besonders gut aus", sagte er noch im November 2018.  (asa)


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