Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-windows-10-wird-speicherkapazitaet-fuer-updates-reservieren-1901-138646.html    Veröffentlicht: 10.01.2019 16:25    Kurz-URL: https://glm.io/138646

Microsoft

Windows 10 wird Speicherkapazität für Updates reservieren

Künftig werden Nutzer von Windows 10 mindestens 7 GByte weniger Speicherkapazität zur Verfügung haben. Das Betriebssystem reserviert sich diese Menge im kommenden Update 19H1, um darauf Updates zu entpacken und temporäre Dateien abzulegen. Das soll die Systemleistung verbessern, verspricht Microsoft.

Die nächste große Version von Windows 10 (19H1) wird sich einige Gigabyte an Speicherplatz reservieren, um diese als Cache für Updates und andere Systemprozesse zu verwenden. In einem Blogbeitrag ist von etwa 7 GByte die Rede, die sich das Betriebssystem vom Massenspeicher des Hosts abzieht. Allerdings könne sich dieser benötigte Speicherplatz im Laufe der Betriebszeit ändern, heißt es. Das hänge davon ab, wie ein Gerät genutzt werde.

"Unser Ziel ist es, die tägliche Funktionalität Ihres PCs zu verbessern, indem wir sicherstellen, dass kritische OS-Funktionen Zugriff auf Massenspeicher haben", schreibt Microsoft. Windows legt im reservierten Speicher beispielsweise auch temporäre Dateien ab, die Programme im Betrieb anlegen und nutzen. Das OS löscht nicht benötigte temporäre Dateien dann von selbst.

Eventuell problematisch bei kleineren Laufwerken

Wenn ein neues Update entpackt wird, löscht Windows ebenfalls alle in der Reserve abgelegten Daten und verwendet die gesamte Kapazität als Zwischenspeicher. Das kann bei Geräten mit fast vollem Speicher nützlich sein, bei denen vorher ein Windows-Update nicht möglich war - etwa die preiswerte Konfiguration eines Surface Pro mit lediglich 64 GByte Flash-Speicher. Allerdings machen sich sieben Gigabyte gerade bei solch kleinen Laufwerken bemerkbar, zumal Windows selbst noch einmal fast 6 GByte belegt.

Es wird weitere Faktoren geben, die den reservierten Speicher ebenfalls beeinflussen, etwa wenn Nutzer optionale Windows-Funktionen installieren oder zusätzliche Sprachpakete einrichten. Wie viel das sein wird, stellt das Betriebssystem in einem Übersichtsfenster in den Systemeinstellungen dar.

Der Reservespeicher befindet sich momentan in einer Insider-Preview und kann bereits ausprobiert werden.  (on)


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