Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/crostini-linux-apps-fuer-chromeos-kommen-fuer-andere-distributionen-1901-138631.html    Veröffentlicht: 10.01.2019 10:28    Kurz-URL: https://glm.io/138631

Crostini

Linux-Apps für ChromeOS kommen für andere Distributionen

ChromeOS-Nutzer können seit vergangenem Jahr typische Linux-Anwendungen in dem System von Google verwenden. Diese Crostini genannte Technik öffnet Google nun offenbar mit Einschränkungen auf die Verwendung anderer Linux-Distributionen.

Seit einigen Monaten können ChromeOS-Nutzer übliche Linux-Anwendungen benutzen, was Google ursprünglich als Linux-VMs und Terminal bezeichnet hat, das Gesamtprojekt wird Crostini genannt. Bisher ist die Verwendung dieser Technik allerdings auf ein von Google vorgegebenes VM-Abbild beschränkt. Aktuelle Beiträge im Quellcode von ChromeOS legen allerdings nahe, dass Google Crostini künftig für die Verwendung mit anderen Abbildern öffnet, wie das Blog 9to5Google entdeckt hat.

Derzeit nutzt das System mit Termina eine möglichst kleine virtuelle Maschine (VM), die von Google bereitgestellt wird und einfach nur sehr schnell starten soll. Darin wird ein Container mit der Linux-Distributionen Debian gestartet, die eigene Anpassungen an Crostini besitzt, aber sonst unverändert als Ausführungsumgebung für die eigentlichen Linux-Anwendungen genutzt wird.

Google-Entwickler haben nun eine Systemrichtlinie für eine PluginVM umgesetzt, die wohl auch von Administratoren verwalteter Geräte gesetzt werden kann. Die Technik soll künftig außerdem die Überprüfung einer Lizenz übernehmen können. Das entsprechende Abbild kann darüber hinaus über eine spezielle URL heruntergeladen werden. Der Download selbst soll durch den Nutzer jedoch nicht entdeckt werden können.

Zuvor hat das Team bereits einige Änderungen vorgenommen, die zum Beispiel explizit die Unterscheidung zwischen der TerminaVM und der PluginVM umsetzen und für Letztere einige weitere Funktionen bereitstellen, wie etwa den Zugriff auf USB-Geräte. Die erweiterte Technik könnte dazu genutzt werden, dass etwa in Unternehmen oder auch an Universitäten, die Chromebooks verwenden, auf eine einheitliche Linux-Distribution als VM gesetzt werden kann. Analog zur offiziellen Vorstellung von Crostini könnte Google noch in diesem Frühjahr Details zur der PluginVM-Technik ankündigen.  (sg)


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