Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/pyur-tele-columbus-hat-einzelne-probleme-mit-der-routerfreiheit-1901-138623.html    Veröffentlicht: 09.01.2019 19:53    Kurz-URL: https://glm.io/138623

PYUR

Tele Columbus hat vereinzelt Probleme mit der Routerfreiheit

Wenn eine Fritzbox vom Kunden bereits im dritten Vertrag genutzt wird, treten Probleme mit der Routerfreiheit auf. Wir haben uns einen Fall bei Tele Columbus angesehen.

Nach der Störung bei Unitymedia in der vergangenen Woche hat uns ein Nutzer von Tele Columbus (PYUR) informiert, dass auch dort Probleme bestünden, wenn Kunden einen eigenen Router betrieben. Laut Informationen des Kundendienstes bei Tele Columbus werde die Mac-Adresse des Fremdgerätes nicht zuverlässig von der Kopfstelle erkannt, und damit könne das Modem keinem Kundenkonto zugeordnet werden, erklärte der Betroffene Golem.de.

Weiterer Support werde verweigert, bis die Fritzbox 6490 Cable vom Hersteller AVM überprüft wurde. Nicht einmal ein Ticket werde für das Problem erstellt, klagte der Kunde. Auch ein Compal-Kabelmodem habe sich nicht nutzen lassen. PYUR zwinge so seine Kunden, wieder die Kabelbox des Netzbetreibers zu nutzen, meinte er.

Die Begründung von Tele Columbus, wonach die Fritzbox defekt sei, "ist nach meiner Ansicht Quatsch, weil die Verbindungsparameter der Box recht gesund aussehen. Anstatt eine 'echte' Internetverbindung zu bekommen, gibt es allerdings immer nur den eingeschränkten Zugriff, der mich als Captive Portal immer zum Aktivierungsportal umlenkt. Je nach Stimmung gibt es dort nach einem Login die Info, dass das Gerät nicht erkannt werden konnte, oder es werden vollkommen falsche Mac-Adressen angezeigt", berichtete der Nutzer. Immerhin seien wohl seit dem 18. Dezember 2018 fast 800 Haushalte im Potsdamer Norden offline, weil es Probleme mit der Kopfstelle gebe.

Tele Columbus: Router war im dritten Vertrag registriert

Tele-Columbus-Sprecher Mario Gongolsky sagte Golem.de auf Anfrage, dass die Aktivierung von eigenen Routern über das Portal des Netzbetreibers grundsätzlich zuverlässig laufe. "Nur in sehr wenigen Fällen müssen wir manuell nacharbeiten. Zum Beispiel dann, wenn ein Gerät schon einmal unter einem anderen Vertrag registriert war. Dies war hier das Problem." Die Fritzbox sei von dem Kunden bereits im dritten Vertrag genutzt worden.

Gongolsky sagte: "Hier kann es leider vereinzelt vorkommen, dass die Loslösung vom alten Vertrag und der alten Provisionierung der Parameter nicht automatisch funktioniert. In der Folge lässt sich das Endgerät durch den Kunden nicht erfolgreich neu im Netz anmelden."

Der Kundenservice des Kabelnetzbetreibers könne hier nicht unmittelbar eingreifen, sondern müsse Fachabteilungen um Hilfe bitten: Im vorliegenden Fall werde die Fritzbox manuell neu angemeldet und provisioniert. "Obwohl das erfolgreich war, soll noch ein Technikertermin stattfinden, um die Signalwerte mit dem Ziel zu prüfen, und einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten", erklärte Gongolsky. Der Kabelnetzbetreiber gewährt keinen technischen Support für kundeneigene Hardware.  (asa)


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