Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/cintiq-16-ein-erschwingliches-stift-display-von-wacom-fuer-600-euro-1901-138574.html    Veröffentlicht: 08.01.2019 11:40    Kurz-URL: https://glm.io/138574

Cintiq 16

Ein erschwingliches Stift-Display von Wacom für 600 Euro

Normalerweise kostet der Einstieg in die Cintiq-Reihe von Wacom fast 1.000 Euro. Das Cintiq 16 soll das ändern: Für 600 Euro bekommen angehende Künstler den typischen Wacom-Digitizer, verzichten aber auf etwas Farbabdeckung und die 4K-Auflösung - eine starke Konkurrenz zu Anbietern wie Huion.

Der Begriff Wacom Cintiq steht für funktionale, aber meist sehr teure Stift-Displays. Das Cintiq 16 ist ein Neuzugang der Serie, den das japanische Unternehmen auf der Elektronikmesse CES 2019 in Las Vegas vorstellt. Das Besondere: Diese Version ist mit einem geplanten Verkaufspreis von 600 Euro wesentlich preiswerter als andere Modelle der Serie. Das Gerät konkurriert damit preislich eher mit der eigenen Intuos-Reihe ohne Bildschirm oder Konkurrenten wie Huion, die eigentlich immer die preiswerte Alternative waren.

Wie andere Produkte des Herstellers nutzt auch das Cintiq 16 Wacoms Digitizer mit batterielosem Stift, der mit elektromagnetischer Resonanz (EMR) funktioniert. Der beiliegende Pro Pen 2 verfügt über branchenübliche 8.192 Druckempfindlichkeitsstufen. Es ist zu erwarten, dass sich das Produkt ebenso nutzen lässt wie andere Wacom-Displays: Golem.de konnte beispielsweise das Mobilestudio Pro 16 des Herstellers testen. Die Stifteingabe ist nahezu verzögerungsfrei und durch die raue Texturierung des Panels sehr präzise und natürlich.

Allerdings müssen Kunden für den geringeren Preis auch einige Kompromisse eingehen. So fehlen, wie bei den kleineren Cintiq-Pro-Produkten, die Makrotasten am Gerät und das typische Scrollrad, was für einige Grafiker sicherlich ein Minuspunkt ist. Diese können allerdings als separate Fernbedienung hinzugekauft werden. Das gilt auch für den einstellbaren Standfuß, der nochmals 80 Euro kostet.

Weniger Farbtreue und geringere Auflösung

Das 16 Zoll große Display des Produkts ohne Touchscreen sollte hingegen ausreichend groß sein, um auf einer zu DIN A4 ähnlich großen Zeichenfläche zu arbeiten und trotzdem Werkzeuge in Photoshop zu erkennen. Die Auflösung beträgt 1.920 x 1.080 Pixel statt 4K. Das Panel deckt laut Hersteller 72 Prozent des NTSC-Farbraumes ab, was im Vergleich zur 90-prozentigen Abdeckung des Adobe-RGB-Raums der Pro-Serie wenig ist. Angeschlossen wird das Cintiq 16 mit einem 3-in-1-Kabel, welches HDMI und USB bietet.



Es scheint, als wolle Wacom nun auch bei seiner Cintiq-Reihe zwei verschiedene Sparten bedienen, wie es bereits bei den Stift-Tablets der Intuos-Reihe der Fall ist. Cintiq-Pro-Geräte richten sich an Berufskünstler, Grafiker und andere Profis, während normale Cintiqs den Einstieg in Wacoms Stift-Displays ermöglichen - für Leute, die nicht 1.500 Euro ausgeben wollen.  (on)


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