Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/htc-vive-cosmos-wird-offenbar-erweiterbares-vr-headset-1901-138573.html    Veröffentlicht: 08.01.2019 10:45    Kurz-URL: https://glm.io/138573

HTC Vive

Cosmos wird offenbar erweiterbares VR-Headset

Die HTC-Vive-Familie wird um zwei weitere Headsets erweitert: Das für Endkunden gedachte Cosmos soll mit Modulen erweitert werden, während das für den professionellen Einsatz vorgesehene Pro Eye dem Fokus der Augen folgen kann.

Auf der Elektronikmesse CES 2019 in Las Vegas hat HTC weitere Virtual-Realty-Headsets angekündigt - und Neuheiten in Sachen Software vorgestellt. Das für Endkunden vermutlich interessanteste Geräte heißt HTC Vive Cosmos, es soll ohne externe Sensoren funktionieren. Viele Details sind derzeit allerdings noch unklar: Laut Hersteller benötigt es einen PC - vermutlich zur Einrichtung. Dann soll das Headset aber wohl auch alleine lauffähig sein oder mit einem Smartphone laufen.

Auch zu Details zum verbauten Bildschirm hat sich der Anbieter noch nicht geäußert, laut Webseite soll es aber eine "vollwertige RGB-Matrix" und das "bislang schärfste" Display sein. Der Hersteller weist vor allem aber darauf hin, dass es "eine ständig wachsende Anzahl modularer Anpassungen" geben soll - was ja durchaus zu HTC passt, das schon seine bisher erhältliche Hardware immer wieder erweitert hat.

Aus den bisher veröffentlichten Bildern geht hervor, dass sich das Visier auf ähnliche Art wie Playstation VR hochklappen lässt und dass das System wohl auch eher leicht sein und entsprechend komfortabel sitzen dürfte. Inwieweit Cosmos als Konkurrenz für Oculus Quest gedacht ist, ist noch nicht absehbar, zumal es für das HTC-Modell weder einen Preis noch einen Veröffentlichungstermin gibt. Cosmos erscheint mit neuen Eingabegeräten.

Das zweite neue Headset von HTC trägt den Namen Vive Pro Eye. Die Besonderheit ist, dass es Eye-Tracking bieten soll. Die Bereiche im Fokus der Augen sollen mit Hilfe von Foveated Rendering schärfer dargestellt werden als Randgebiete. Gleichzeitig soll die Steuerung zum Teil mit den Augen erfolgen. So könnten die Türen eines Schranks geöffnet werden, den der Benutzer anblickt. Auch für Vive Pro Eye liegen bislang keine weiteren technischen Informationen oder Details zum Preis und der Verfügbarkeit vor.

Einen Termin gibt es für ein neues Aboangebot namens Infinity, das ab dem 5. April 2019 vollständigen Zugriff auf Spiele und andere Anwendungen in der Softwarebibliothek Vivoport bieten soll. Den Preis verrät HTC auch hier noch nicht - aber es ist sehr wahrscheinlich, dass er höher liegen wird als das rund 90 Euro teure Abo, das derzeit pro Monat den Zugriff auf nur fünf Titel erlaubt. Außerdem hat HTC angekündigt, dass der von Mozilla entwickelte Browser Firefox Reality künftig der Standardbrowser auf allen Headsets sein wird.  (ps)


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