Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/augmented-reality-niantic-sammelt-190-millionen-us-dollar-bei-investoren-1901-138502.html    Veröffentlicht: 04.01.2019 12:04    Kurz-URL: https://glm.io/138502

Augmented Reality

Niantic sammelt 190 Millionen US-Dollar bei Investoren

Voraussichtlich 2019 will das AR-Game Harry Potter Wizards Unite die Spieler in aller Welt durch Straßen und Parks schicken, jetzt erhält Hersteller Niantic über 190 Millionen US-Dollar von Investoren. Das AR-Unternehmen hat auch jenseits von Potter und Pokémon Go viel vor.

Das früher zu Google gehörende, inzwischen selbständige Entwicklerstudio Niantic hat rund 190,5 Millionen US-Dollar von Investoren zur Verfügung gestellt bekommen. Das geht aus Unterlagen hervor, die Anfang 2019 von der Securities and Exchange Commission (SEC) veröffentlicht wurden. Das Unternehmen hat sich bislang nicht öffentlich dazu geäußert, was mit dem Geld geschehen soll.

Allerdings hat Niantic sehr große Pläne: Noch vor Jahresende will es gemeinsam mit Warner Bros das Augmented-Reality-Spiel Harry Potter Wizards Unite auf den Markt bringen, das ähnlich große - oder sogar deutlich größere - Wellen wie das 2016 veröffentlichte Pokémon Go schlagen dürfte.

Sehr viel ist bislang nicht über Wizards Unite bekannt. Vermutlich geht es vor allem darum, mit dem Smartphone allerlei Wesen aus der Welt von Harry Potter zu suchen, zu fangen und zu bändigen - so ähnlich, wie das ja auch mit den kleinen Monstern in Pokémon Go funktioniert.

"Spieler können Zaubersprüche lernen, ihre Echtwelt-Nachbarschaft und Städte erkunden und dort legendäre Monster entdecken und bekämpfen sowie sich mit anderen zusammenschließen und so besonders mächtige Feinde erledigen", hatte Niantic bei der ersten Ankündigung gegen Ende 2017 selbst geschrieben.

Aus Sicht von Investoren dürfte Niantic aber auch interessant sein, weil das Unternehmen seine mit Ingress und Pokémon Go aufgebauten und seitdem immer weiter verfeinerten AR-Technologien und die Datenbank mit einem Netz aus GPS-Punkten in aller Welt unter dem Namen Real World Platform zusammen mit Drittentwicklern vermarken will.

Interessierte Studios können sich seit 2018 bei Niantic melden, um eine Zusammenarbeit zu vereinbaren. Bislang hat Niantic keine Details über sein Geschäftsmodell verraten - also etwa darüber, welchen Anteil der Umsätze das Unternehmen für sich haben möchte.  (ps)


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