Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/e-mail-client-thunderbird-team-soll-auf-14-vollzeitstellen-wachsen-1901-138472.html    Veröffentlicht: 03.01.2019 10:17    Kurz-URL: https://glm.io/138472

E-Mail-Client

Thunderbird-Team soll auf 14 Vollzeitstellen wachsen

Im Jahr 2019 soll das Team der Vollzeit-Entwickler für Thunderbird auf 14 Mitarbeiter steigen. Damit sollen die UI und die Leistung des E-Mail-Clients verbessert werden. Die Integration in die verschiedenen Betriebssysteme und Dienste wie GMail soll ebenso besser werden.

Bereits vor rund einem Jahr hat das Thunderbird-Team berichtet, dass mit Hilfe neuer Vollzeit-Entwickler einige technische Probleme gelöst und neue Ideen für den freien E-Mail-Client umgesetzt werden sollen. Diesen Trend will das Team offenbar auch im Jahr 2019 fortsetzen und die Anzahl der Vollzeitstellen zur Arbeit an dem Projekt auf insgesamt 14 erhöhen, wie es im Thunderbird-Blog heißt. Finanziert wird dies hauptsächlich durch Spenden.

Die neuen Entwickler sollen vor allem dafür sorgen, dass die grafische Oberfläche beschleunigt wird. Aber auch darüber hinaus plant das Team, den E-Mail-Client im Allgemeinen zu beschleunigen. Dazu soll auf verschiedene Technologien gesetzt und zunächst die neuralgischen Punkte im Code adressiert werden. Ebenso sollen Teile des Codes komplett überarbeitet werden. Ein wichtiges Ziel sei hier die Umsetzung einer Multi-Prozess-Architektur.

Für eine bessere Nutzbarkeit, die sich offenbar viele Nutzer von der Software erhoffen, soll die Integration verschiedener Dienste und Betriebssysteme verbessert werden. Dazu zählt etwa GMail, das einer der größten E-Mail-Provider überhaupt ist. Einige spezifische Funktionen des Dienstes sollen künftig einfacher in Thunderbird nutzbar sein. Geplant ist außerdem, den nativen Dialog der Betriebssysteme für Benachrichtigungen zu verwenden, statt wie bisher eigene darzustellen.

Umgestaltet werden sollen außerdem die Nutzung und grafische Oberfläche für die E-Mail-Verschlüsselung. Die Verwendung der Verschlüsselung soll dadurch vor allem einfacher werden. Einer der inzwischen angestellten Entwickler kümmert sich darüber hinaus ausschließlich um die Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre in dem E-Mail-Client. Technische Details zu den genannten Plänen sowie einige weitere Ideen listet das Team in einem Beitrag auf der eigenen Mailing-Liste auf.  (sg)


Verwandte Artikel:
E-Mail-Verschlüsselung: "90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir"   
(12.11.2018, https://glm.io/137612 )
Mozilla: Firefox Klar blockiert Tracking-Cookies   
(21.12.2018, https://glm.io/138370 )
Firefox und Pocket: Mozilla steigert Umsatz leicht   
(30.11.2018, https://glm.io/138002 )
Firefox 64: Feature- und Plugin-Empfehlungen nur in den USA   
(12.12.2018, https://glm.io/138202 )
Mozilla: Firefox warnt vor Logindaten-Hack beim Webseitenbesuch   
(15.11.2018, https://glm.io/137743 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/