Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0105/13843.html    Veröffentlicht: 09.05.2001 14:48    Kurz-URL: https://glm.io/13843

Diablo-Spieler rufen zum Protest gegen Blizzard auf

Unterschriften-Sammlung gestartet

Nachdem Blizzard wie berichtet allen Diablo-Spielern neue Nutzungsbedingungen aufgezwungen hat, die dem Unternehmen umfangreiche Zugriffsrechte auf persönliche Daten der Spieler einräumen, formieren sich jetzt die ersten Proteste im Netz. Die bemängelten Nutzungsbedingungen treten mit Installation des aktuellen Patch V1.06 und der Anmeldung zum Online-Spiel auf dem firmeneigenen Battle.net-Server in Kraft.

So haben sich die beiden deutschsprachigen Websites Diabloitems.net und Eurotux.de zusammengeschlossen, um in einer Kampagne auf die zweifelhafte Taktik des amerikanischen Spielproduzenten aufmerksam zu machen und mit einer Unterschriftenaktion gegen diese vorzugehen. Bisher konnten bereits über 3000 Unterschriften gesammelt werden.

Die Interessengemeinschaft spricht sich einerseits gegen die unrechtmäßige Verwendung und eventuelle Weitergabe persönlicher Daten aus, verurteilt zudem aber auch die einseitige Veränderung der Nutzungsbedingugen.

Die mit dem Patch V1.06 veränderten Nutzungsbedingungen, die vom Spieler akzeptiert werden müssen, wenn er weiterhin am Online-Spiel teilnehmen will, räumen Blizzard wie berichtet einen recht großen Freiheitsraum bei der Nutzung von Spieler-Informationen ein. So darf man in den Nutzungsregeln unter anderem nachlesen, dass es Blizzard gestattet ist, identifizierende Informationen bezüglich der Hardware des Spielers, wie etwa die IP-Adresse, zu speichern und weiterzuverarbeiten, ohne den Nutzer darüber informieren zu müssen.

Blizzard erhofft sich durch diese Aktion ein effektives Vorgehen gegen Urheberrechtsverletzungen. Bisher steht ein offizielles Statement des Unternehmens zu den Vorwürfen noch aus.  (tw)


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