Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/security-wireguard-vpn-fuer-ios-verfuegbar-1812-138417.html    Veröffentlicht: 28.12.2018 11:00    Kurz-URL: https://glm.io/138417

Security

Wireguard-VPN für iOS verfügbar

Die freie VPN-Technik Wireguard entsteht zwar für den Linux-Kernel und soll dort eingepflegt werden. Als Client entsteht unter anderem auch eine iOS-App, die nun offiziell in Apples App Store verfügbar ist. Stabil ist die App wohl aber noch nicht.

Die neuen VPN-Technik Wireguard entsteht seit mehr als zwei Jahren unter der Führung von Entwickler und Sicherheitsforscher Jason Donenfeld. Nach ersten Experimenten und Tests kann die VPN-Technik nun auch offiziell unter iOS genutzt werden. Die iOS-App wurde zunächst über das sogenannte Testflight-Programm von Apples App Store verbreitet, steht nun aber auch ohne diese Einschränkung im App Store für alle interessierten iOS-Nutzer bereit.

Zwar ist dieser Schritt ein Zeichen dafür, dass sowohl das Wireguard-Team als auch die Verantwortlichen bei Apple der App selbst ein gewisses Maß an Qualität zuschreiben, in einer E-Mail bezeichnet Chefentwickler Donenfeld die nun verfügbare App jedoch weiterhin noch als Beta-Qualität. So bittet der Programmierer auch weiterhin um die Mitwirkung und ausgiebige Tests der Nutzer. Das betreffe insbesondere den Wechsel zwischen der Nutzung von WLAN und einer mobilen Datenverbindung.

Der Aussage von Donenfeld zufolge nutzt die iOS-App mehr oder weniger genau die gleiche Oberfläche wie auch die Android-App, die schon länger verfügbar ist. Darüber hinaus sei die App so einfach und systemähnlich wie möglich für iOS erstellt worden. Die volle Funktionalität und Flexibilität von Wireguard soll dennoch erhalten geblieben sein, verspricht Donenfeld in der Ankündigung.

Zusätzlich zu den wichtigen Arbeiten an Implementierungen für Clientgeräte mit Mobilsystemen wie Android und eben iOS oder auch der noch nicht weit fortgeschrittenen Windows-Portierung ist Donenfeld seit einigen Monaten damit beschäftigt, Wireguard sowie die dazugehörige Krypto-Bibliothek Zinc in den Linux-Kernel zu integrieren. Das Projekt hat prominente Unterstützer wie Linux-Erfinder Linus Torvalds oder den langjährigen Maintainer der stabilen Linux-Zweige, Greg Kroah-Hartman. Noch ist der Code aber nicht offiziell in den Hauptzweig des Kernels aufgenommen, und auch die kommenden Linux-Version wird Wireguard voraussichtlich noch nicht enthalten. Für interessierte Nutzer gibt es dennoch bereits vorgefertigte Pakete für verschiedene Distributionen.  (sg)


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