Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/atlas-piratenwelt-mit-startschwierigkeiten-1812-138406.html    Veröffentlicht: 27.12.2018 12:23    Kurz-URL: https://glm.io/138406

Atlas

Piratenwelt mit Startschwierigkeiten

Anfangs gab es viele Programmfehler und überlastete Server, aber allmählich bessert sich die Lage offenbar: Das ambitionierte, nur für Windows-PC verfügbare Piraten-MMORPG Atlas hat seinen Betrieb im Early Access aufgenommen.

Man kann sich ganz gut vorstellen, wie Weihnachten 2018 für die Mitarbeiter des Entwicklerstudios Grapeshot Games verlaufen ist: Am 22. Dezember hat das zu Wildcard (Ark Survival Evolved) gehörende Unternehmen sein PC-MMORPG Atlas veröffentlicht und dann wegen vielfältiger Probleme über die Feiertage mehrere Updates nachgezogen. Das war offenbar auch nötig, um zumindest einige der gröbsten Fehler zu korrigieren. Neben klassischen Bugs, etwa mit falsch zugeordneten Gebieten und Werten, gab es vor allem Schwierigkeiten mit den Servern.

Viele Spieler konnten schlicht nicht in der Piratenwelt antreten und die Segel setzen. Zeitweise waren pro Instanz nicht die ursprünglich von den Entwicklern versprochenen 40.000 Freibeuter, sondern lediglich 150 unterwegs. Dazu kamen Fehler wie Rubberbanding, also ruckartig hin - und herspringende Figuren, was unter anderem Kämpfe unmöglich macht. Außerdem gibt und gab es Kritik daran, dass die Entwickler viele Inhalte direkt von Ark übernommen haben. Das soll erklären, warum in Atlas viele Elemente auf Überleben ausgerichtet sind. Außerdem sollen vereinzelt in Dateien direkte Hinweise auf Ark gefunden worden sein.

Auf dem Downloadportal Steam hat sich der Bewertungsschnitt auf Basis von über 12.000 Nutzerbewertungen auf "größtenteils negativ" eingependelt. Betreiber Valve hat, anders als sonst, auch nach mehr als zwei Stunden Spielzeit noch Rückgaben zugelassen. Allerdings: Die Lage bessert sich durch die Client- und Serverpatches zusehends, der Anteil der positiveren Bewertungen nimmt zu.

Bis Atlas wirklich rundläuft, dürfte es aber noch dauern. Die Entwickler gehen davon aus, dass ihr Werk mindestens zwei Jahre lang im Early Access bleibt. Das Programm schickt Spieler in eine 45.000 Quadratkilometer große Welt mit über 700 Inseln und anderen Landmassen. Das Ganze ist in zehn Regionen aufgeilt, die jeweils eigene Grafiken, Monster, Geheimnisse und sogar Religionen haben.

Spieler sollen Hauptquests folgen können, dazu kommen unter anderem prozedural generierte Schatzsuchen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf Kämpfen innerhalb der Spielerschaft (PvP), später soll es aber auch Server geben, in denen sich die Teilnehmer nicht bekriegen können, sondern nur gegen computergesteuerte Gegner antreten (PvE).  (ps)


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