Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/arrivo-hyperloop-startup-von-hyperloop-one-gruender-macht-dicht-1812-138268.html    Veröffentlicht: 15.12.2018 23:36    Kurz-URL: https://glm.io/138268

Arrivo

Startup von Hyperloop-One-Gründer macht dicht

Das von ehemaligen Hyperloop-One-Mitarbeitern gegründete Startup Arrivo wird wohl keinen Hyperloop bauen: Einem Medienbericht zufolge soll das Unternehmen nicht wie erhofft neue Finanzierungsgelder aufgetrieben haben und muss daher schließen.

Das Hyperloop-Startup Arrivo ist offenbar pleite: Wie The Verge unter Berufung auf Mitarbeiter des Unternehmens berichtet, wurden alle Mitarbeiter entlassen und der Betrieb eingestellt.

Arrivo hatte offenbar zunächst im November 2018 die Hälfte der rund 30 Mitarbeiter freigestellt und gehofft, Ende des Monats neues Kapital zu erhalten. Bis Ende November wurde den freigestellten Mitarbeitern jedoch bereits gekündigt.

Die Finanzierungsrunde sei letztlich nicht erfolgreich verlaufen, was nun zur Schließung des Unternehmens geführt habe. Laut den Informanten, die anonym bleiben wollen, wurden jetzt auch die restlichen Angestellten entlassen.

Arrivo wurde von Hyperloop-One-Mitbegründer Brogan BamBrogan gegründet, nachdem sich dieser mit seinen Kollegen überworfen hatte. Die Trennung von BamBrogan und Hyperloop One wurde von gegenseitigen Klagen begleitet, die am Ende außergerichtlich beigelegt werden konnten.

Arrivo wollte, anders als Hyperloop One, keinen Hyperloop-Zug in einem Vakuumtunnel fahren lassen. Die Transportkapseln sollten stattdessen mit Hilfe magnetischer Levitation betrieben werden. Dabei wollte sich Arrivo auf kürzere Strecken sowie die erste und letzte Meile konzentrieren, wie das Unternehmen im Gespräch mit Golem.de erklärt hatte. Die Kapseln sollten den Fahrgast bis nach Hause bringen und nicht zu einer Station, wie bei den anderen Hyperloop-Projekten.

Tests sollten Anfang 2019 starten

Das Konzept sollte in Denver, Colorado, getestet werden. Anfang 2019 sollten ursprünglich die Bauarbeiten beginnen, 2021 sollte das System eigentlich einsatzbereit sein. Dazu wird es jetzt wohl nicht mehr kommen.  (tk)


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