Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/commodore-cdtv-1991-als-die-zukunft-das-commodore-logo-trug-1812-138023.html    Veröffentlicht: 23.12.2018 09:00    Kurz-URL: https://glm.io/138023

Commodore CDTV (1991)

Als die Zukunft das Commodore-Logo trug

Mit dem Commodore Dynamic Total Vision sollte die Multimedia-Zukunft ins Wohnzimmer einziehen. Stattdessen beschleunigte die ambitionierte Konsole den Niedergang des Unternehmens Anfang der 90er Jahre. Wir haben uns gefragt: War das CDTV wirklich so schlecht?

Golem retro_ nimmt Spieleklassiker ernst. Wir untersuchen einflussreiche, wichtige oder einfach immer noch sehr gute Retrospiele. Die Nähe zu gigantischen Pixeln und quiekigen Midiklängen ist uns dabei genauso wichtig wie eine Auseinandersetzung mit den Spielmechaniken.

Wie immer wollen wir auf Wünsche aus der Community eingehen und die Spielepixel zeigen, die unsere Leser am liebsten sehen würden. Dafür bitten wir um reichlich Feedback in den Kommentaren, in denen auch ausdrücklich Spielevorschläge erwünscht sind. Natürlich lesen wir auch gerne Erlebnisse, die unseren Lesern mit dem jeweils besprochenen Titel in Erinnerung geblieben sind.

Übersicht von Golem retro_ Staffel 5 (2018)

Folge 1 Spezial: Analogue Super Nt im Test

Folge 2: Need for Speed 3: Hot Pursuit (1998)

Folge 3 Spezial: Playstation Classic im Vergleichstest

Folge 4: Command & Conquer (1995)

Folge 5 Spezial: Commodore CDTV (1991)

Übersicht von Golem retro_ Staffel 4 (2017)

Folge 1: The Legend of Zelda (1986 und 1995)

Folge 2 Spezial: SNES Classic Mini im Vergleichstest

Folge 3: Blade Runner (1997)

Folge 4: King's Field 1 (1994)

Folge 5: Age of Empires (1997)

Folge 6 Spezial: xRGB Mini alias Framemeister

Übersicht von Golem retro_ Staffel 3 (2016)

Folge 1 Spezial: NES Classic Mini im Vergleichstest

Folge 2: Quake (1996)

Folge 3: Super Mario Bros. (1985)

Folge 4: Syndicate (1993)

Folge 5: (Jack) Alone in the Dark (1992)

Übersicht von Golem retro_ Staffel 2 (2015)

Folge 1: Super Metroid (1994)

Folge 2: Anno 1602 (1998)

Folge 3: Star Wars Jedi Knight (1997)

Folge 4: The Secret of Monkey Island (1990)

Übersicht von Golem retro_ Staffel 1 (2014)

Folge 1: Star Wars: X-Wing (1993)

Folge 2: Sid Meier's Colonization (1994)

Folge 3: Ultima Underworld (1992)

Folge 4: Rock n' Roll Racing (1993)

Folge 5: Day of the Tentacle (1993)

Folge 6: Speedball 2 Brutal Deluxe (1990)

Sprechtext des Videos als Fließtext

In den 1980er Jahren konnte Commodore eigentlich nicht viel falsch machen: Der Konzern brach mit dem VC 20 und dem C64 immer neue Absatzrekorde. Ja, es gab missglückte Experimente wie die 264-Reihe, die schließlich im Supermarkt verramscht wurde, und im Profisegment lagen IBM-PCs vorn. Im Großen und Ganzen beherrschte Commodore aber in Europa den Markt für Heimcomputer - und damit viele Kinderzimmer.

Auf der anderen Seite gab es die Spielekonsolen: In den USA verkaufte sich das Nintendo Entertainment System allein über 30 Millionen Mal. Nintendo und Sega hatten technisch aufgerüstet und bereiteten mit ihren 16-Bit-Geräten die nächste Konsolengeneration vor. Zwar boten Commodores C64 und Amiga ebenfalls beachtliche Grafikfähigkeiten - aber es waren eben Computer. Nichts, was man sich ins Wohnzimmer stellen würde. Und das Wohnzimmer - da war man sich bei Commodore sicher - war der Ort, den es als nächstes zu erobern galt.

Stufe 1: 8 Bit

Commodores Angriffsplan auf Nintendo und Sega hatte zwei Stufen. Zunächst galt es, auf dem europäischen Markt Nintendos NES etwas entgegenzusetzen. Aber die Neuentwicklung einer 8-Bit-Konsole lohnte sich nicht - deren Preise waren bei unter 100 US-Dollar angekommen. Das war für Commodore kein Problem, schließlich hatte man ja mit dem C64 bereits eine spieletaugliche Plattform. Der Verzicht auf Tastatur und Peripherie würde deren Kosten so weit senken, dass man konkurrenzfähig war. Der umfangreiche Softwarekatalog könnte potenzielle Käufer anlocken, denn für den C64 gab es Hunderte Titel, während das NES dank Nintendos strikter Lizenzpolitik ein wesentlich schmaleres Portfolio aufwies.

Diese Grundannahmen erwiesen sich jedoch schnell als falsch. Commodore konnte oder wollte beim Start des C64 Game System im Jahr 1990 nicht mit Nintendos und Segas sinkenden Preisen mithalten. Außerdem gab es eigentlich keinen Grund, überhaupt eine C64-Konsole zu kaufen: Schließlich bekam man für das gleiche Geld einen richtigen C64. Entgegen Commodores Ankündigungen existierten auch nicht genügend Spiele. Weil das C64 GS keine Tastatur hatte, funktionierten die vielen bereits auf Steckmodulen erhältlichen Programme nicht wie vorgesehen. Der zur Konsole beschnittene C64 scheiterte innerhalb eines Jahres mit geschätzt unter 10.000 verkauften Geräten kläglich. Nur 28 Titel wurden für das C64 GS veröffentlicht. Einer davon startete wegen der fehlenden Tastatur nicht einmal.

Stufe 2: 16 Bit

Die zweite Stufe von Commodores Vorstoß auf den Konsolenmarkt war um einiges aufwendiger, aber auch sie setzte auf bereits vorhandene Hardware. Der 16-Bit-Computer Amiga galt bei seiner Einführung 1987 als Vorreiter in punkto Grafik und Sound. Bis zu 4.096 Farben auf dem Bildschirm und Stereoklang mit gesampelten Instrumenten waren damals auf keinem anderen Heimrechner möglich.

Der Amiga war auch Anfang der 1990er Jahre noch konkurrenzfähig. In den neuen Konsolen von Nintendo und Sega steckte ähnliche oder gar schwächere Hardware. Commodores Idee, aus dem Amiga eine Spielekonsole zu machen, war also nicht nur naheliegend, sondern auch erfolgversprechender als der C64 GS. Commodore musste in diesem Fall nicht zu bereits existierenden Konsolen in Konkurrenz treten. In der neuen 16-Bit-Generation mit dem Sega Mega Drive und dem Super Nintendo Entertainment System wurden die Karten neu gemischt.

Das Problem: Auch der Amiga war ein Heimcomputer. Ironischerweise hatte er sein Leben unter dem Namen Project Lorraine als Entwurf für eine Spielekonsole begonnen und war erst später von Commodore zum vollwertigen Rechner weiterentwickelt worden. Der Amiga hatte ein 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk und wurde vorrangig mit einer Maus bedient. Die grafische Oberfläche war zweckmäßig, aber ganz sicher nichts, was man auf seinem Wohnzimmerfernseher nutzen wollte.

Die Geburt des CDTV

Commodore wusste, dass es diesmal nicht damit getan sein würde, einfach die Tastatur und das Laufwerk zu entfernen. Hinzu kam, dass die Programme für den Amiga viele Megabyte an Speicher umfassten - sie auf Steckmodulen zu veröffentlichen, hätte erhebliche Mehrkosten verursacht.

Glücklicherweise war bereits 1984 die CD-Rom als neues digitales Speichermedium von Denon und Sony vorgestellt worden. Mit über 700 Megabyte Kapazität bot sie mehr als ausreichend Platz auch für zukünftige Anwendungen. Und die Zukunft hieß am Ende der 1980er Jahre: Multimedia.

High Fidelity - High Price

Philips hatte 1986 mit dem CDi ein interaktives CD-basiertes System angekündigt. Es sollte alle möglichen Unterhaltungsanwendungen mit einer leicht bedienbaren Oberfläche auf dem Fernseher vereinen: Musik-CDs, Karaoke, Lernsoftware, Foto- und sogar Video-CDs. Spiele kamen in der Planung von Philips eher am Rande vor - vor allem, weil das Unternehmen keinerlei Expertise auf diesem Gebiet besaß.

Commodore hingegen hatte reichlich Erfahrung.

So wurde die neue CD-basierte 16-Bit-Multimedia-Konsole namens Commodore Dynamic Total Vision von Anfang an auch im Hinblick auf Spiele konzipiert. Das CDTV sollte zu 100% zum Amiga 500 kompatibel sein. Dass man extra dafür eine Tastatur und ein externes Diskettenlaufwerk kaufen musste, war Commodore nur recht. Denn der ursprüngliche Werbespruch des Konzerns, "Computer for the masses, not for the classes", galt hier nicht. Das CDTV war Premium.

Im März 1991 kam die Zukunft der multimedialen Unterhaltung für rund 1.000 US-Dollar auf den Markt. Kaufkraftbereinigt sind das knapp 1.800 heutige US-Dollar. In Deutschland kostete es rund 1.500 D-Mark. Das CDi von Philips erschien übrigens im Dezember des gleichen Jahres für einen ähnlichen Preis.

Commodore bot Besitzern eines Amiga 500 später einen Tausch mit Aufpreis an: Für eine Zuzahlung von 1.000 Mark konnte man seinen Rechner abgeben und erhielt dafür ein CDTV inklusive Infrarot-Fernbedienung, Maus, Tastatur und Diskettenlaufwerk. Was sich zunächst wie ein guter Deal anhörte, war in Wirklichkeit keiner. Denn mit einem wesentlich preiswerteren CD-Laufwerk konnte man seinen alten Amiga in ein CDTV verwandeln. Er sah nur nicht so schick aus.

Außen hui, innen Amiga 500

Und schick ist das CDTV auf jeden Fall auch heute noch. Es wirkt wie eine sehr hochwertige Hi-Fi-Komponente. Sämtliches Zubehör ist in edlem Schwarz gehalten und gut verarbeitet. Das Highlight ist die Infrarot-Fernbedienung. Sie dient als Mausersatz oder Controller und auch gibt Zugriff auf alle wichtigen CD-Player-Funktionen. Ein System, dass standardmäßig mit einem kabellosen Controller ausgeliefert wurde, sollte es erst rund 15 Jahre später mit der Xbox 360 wieder geben.

An der Frontseite des CDTV befinden sich nur wenige Bedienungselemente, die bis auf den CD/TV-Umschalter und den Reset-Taster lediglich für den CD-Modus relevant sind. Hinter einer kleinen Klappe verbirgt sich ein Slot für eher exotische SRAM-Speichererweiterungen. Auf der Rückseite gibt es neben einem Gitter für den aktiven Lüfter Ports für Maus oder weitere Controller, Stereo Audio, Midi, Diskettenlaufwerk, eine serielle und parallele Schnittstelle, einen Monitorausgang und einen sogenannten Video-Slot. Hier können eine Fernsehantenne oder ein Videorekorder angeschlossen werden und das Bild lässt sich über Komponentenkabel ausgeben.

Die Spezifikationen gleichen ansonsten denen des Amiga 500: Eine Motorola 68.000er-CPU mit knapp über 7 MHz Taktfrequenz, 1 MByte RAM und 256 KByte ROM. Unser Modell beherbergt neben einer SCSI-Festplatte auch noch die optionale Genlock-Karte. Damit ist es möglich, eigene Inhalte in Videobilder einzublenden. Außerdem haben wir eine 2-Megabyte-Speichererweiterung mit Echtzeituhr verbaut.

Die Luxus-Spielkonsole

Nach dem Einschalten meldet sich der Lüfter - ob er 1991 schon so laut war, können wir nicht beurteilen. Die klackernde Festplatte dürfte aber auch damals nicht leiser gewesen sein. Zum Hören von CDs ohne Kopfhörer möchten wir das CDTV auf jeden Fall nicht nutzen.

Je nachdem, ob eine Diskette oder CD eingelegt ist, bootet das CDTV vom jeweiligen Datenträger.

Weil so ziemlich alle Amiga-500-Progamme auf dem System laufen, ist die Softwareauswahl entsprechend groß. Mehr als 10.000 Spiele, Anwendungen und Demos sind seit den 80er Jahren erschienen.

Hier treffen wir auf das erste Problem mit dem CDTV, das es mit dem gescheiterten C64 GS teilt. Es gibt nur sehr wenige eigenständige Inhalte. Natürlich ist es futuristisch, mit dem kabellosen Controller Turrican zu zocken. Aber das Spiel nutzt die erweiterten Möglichkeiten des Gerätes leider überhaupt nicht. Einige Titel wie Defender of the Crown kamen zumindest mit einem CD-Soundtrack. Das wäre bei Spielen wie Lemmings sicherlich auch reizvoll gewesen. Aber: Fehlanzeige! Fast alle Titel, die wir angespielt haben, sind 1:1-Kopien ihrer Disketten-Originale. Positiv finden wir hingegen die Maus-Emulation per Controller. Auf Knopfdruck kann zwischen Joystick und Maus gewechselt werden. Unser Controller setzte sich anfangs jedoch immer wieder in den Maus-Modus zurück. Nach etwas Recherche löteten wir einen Kondensator aus und ersetzten ihn, was das Problem behob.

Einer der wenigen Exklusivtitel, die wir auftreiben konnten, ist Town With No Name. Dieses Spiel bietet zwar Sprachausgabe und Animationen, die ohne CD nicht möglich gewesen wären - aber faktisch überhaupt kein nennenswertes Gameplay.

Unser Favorit kommt daher aus einer unerwarteten Ecke. Trivial Pursuit zeigt, was mit Multimedia wohl gemeint gewesen sein könnte. Das Spiel hat eine gut gemachte Sprachausgabe sowie witzige Animationen und belegt Fakten mit digitalisierten Fotos und Grafiken. Wir können uns gut vorstellen, dass es auch in den frühen 90er Jahren sehr viel Spaß gemacht hat, den Controller für den nächsten Spielzug in der Familie herumzureichen und dabei den Sprüchen des frechen Vogelmoderators zu lauschen. Nach ein paar Partien hat man allerdings alle Witze einmal zu oft gehört, und die miese Audiomischung sorgt dafür, dass man beim Würfeln jedes Mal schnell den Ton abdrehen muss.

Abseits von den Spielen gab es jedoch noch einige eher ernsthafte Titel. Dazu gehört neben digitalen Büchern und Enzyklopädien, die wohl niemand ernsthaft am Fernseher gelesen haben dürfte, auch Bildungssoftware. Wir fanden die CD zum 25-jährigen Jubiläum der Nasa recht informativ und mit ihren digitalisierten Fotos und Videos gut gemacht. Am anderen Ende des qualitativen Spektrums steht die von Commodore zu Werbezwecken beigelegte Software. Sie soll eine Einführung in die Möglichkeiten des CDTV als digitaler Kiosk geben und preist zukünftige Titel für das System an. Beides ist heute wie damals höchstens zum Fremdschämen gut. Die deutsche Übersetzung ist grauenhaft, die Navigation quälend langsam.

Wer davon genug hatte, konnte mit dem CDTV natürlich auch arbeiten - und dabei CD-Musik hören. Das Gerät war mit Tastatur, Maus und Diskettenlaufwerk schließlich ein vollwertiger Amiga 500. Der lief allerdings immer noch mit der veralteten Version 1.3 des Amiga-Betriebssystems. Die nahezu zeitgleich veröffentlichte Version 2.0 hätte das CDTV erheblich aufgewertet. Trotzdem liefen natürlich fast alle Tools und Produktivsoftware auf der Konsole. Unser Modell ist auf die letzte von Commodore ausgelieferte Version 3.1 upgedated und bietet viele Annehmlichkeiten moderner Betriebssysteme. Es wirkt für heutige Verhältnisse mit seinen lediglich 16 Farben aber etwas trist.

Trist sah es auch um die sonstigen Multimediafähigkeiten des CDTV aus. Das von Commodore entwickelte Videoformat CDXL bot nur niedrige Bildraten und Auflösungen - schließlich lief das CD-Laufwerk nur mit einfacher Geschwindigkeit. Hätte man einen Film auf Amiga-CD veröffentlichen wollen, dann wäre er bei einer Auflösung von 256 x 128 Pixeln, 4.096 Farben und 12 Bildern pro Sekunde nur maximal 36 Minuten lang geworden. Das war selbst 1991 unzumutbar. Zusätzlich gab es auf einigen wenigen Audio-CDs als Dreingabe noch Bilder im CD+G-Format. Das Amiga Magazin vom August 1991 listet hier magere 13 Titel.

Das Ende

Das CDTV scheiterte innerhalb von zwei Jahren auf allen Märkten. Commodore verkaufte in ganz Europa nicht einmal 60.000 Geräte. Der Vorstoß ins Wohnzimmer endete für den Konzern in einem Fiasko.

Aus heutiger Sicht ist es leicht, das Scheitern des CDTV vorhersehbar zu nennen. Aber während der Entwicklung der Konsole und nach ihrem Erscheinen befand sich der Video- und Computerspielemarkt in einem Umwandlungsprozess. Einerseits vervielfachte sich die Leistungsfähigkeit von CPUs und Grafikprozessoren für Endkonsumenten innerhalb weniger Jahre. Andererseits stand Anfang der 90er ein Paradigmenwechsel an: Disketten sollten bald durch die CD als Datenträger ersetzt werden. Insofern folgte Commodore mit dem CDTV einem Trend, der die gesamte Branche erfasst hatte.

Es war allerdings ein Fehler anzunehmen, dass sich ein Amiga 500 mit CD-Laufwerk in einem schicken Gehäuse verkaufen würde. Der Premium-Preis des CDTV war technisch gesehen keinesfalls gerechtfertigt. Hinzu kam, dass es kaum Inhalte gab, die von den erweiterten Möglichkeiten des neuen Gerätes profitierten. Die Softwarehersteller gingen mit simplen Portierungen alter Spiele kein Risiko ein. Das wiederum schmälerte die Attraktivität der Konsolen-Hardware. Ein Teufelskreis.

Commodore war mit diesen Problemen jedoch nicht allein: Auch Philips konnte mit dem CDi keine nennenswerten Marktanteile gewinnen und stellte seine Multimedia-Konsole einige Jahre später ein.

Aus dem Scheitern des CDTV hatte man bei Commodore allerdings nichts gelernt. Mit dem Amiga CD32 unternahm der Hersteller im Jahr 1993 einen erneuten Anlauf, um auf dem Konsolenmarkt Fuß zu fassen. Aber auch diese Plattform floppte und ein Jahr später war der einst mächtige Computerkonzern bankrott.

Wer sich selbst ein Bild vom CDTV machen möchte, kann die Hardware emulieren. Im Internet Archive finden sich CD-ISO-Abbilder zum Download.  (mwo)


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