Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/medienbericht-samsung-investiert-40-millionen-us-dollar-in-exklusivspiele-1811-137963.html    Veröffentlicht: 28.11.2018 11:50    Kurz-URL: https://glm.io/137963

Medienbericht

Samsung investiert 40 Millionen US-Dollar in Exklusivspiele

Laut einem Medienbericht steht Samsung kurz davor, bei Niantic (Pokémon Go) rund 40 Millionen US-Dollar zu investieren, um so Exklusivspiele für seine Galaxy-Smartphones zu bekommen.

Samsung möchte offenbar verstärkt mit Exklusivspielen weitere Käuferschichten für seine Galaxy-Smartphones erschließen und steht davor, rund 40 Millionen US-Dollar beim Entwicklerstudio Niantic zu investieren. Das meldet das US-Magazin The Inquirer mit Bezug auf anonyme Quellen. Dem Bericht geht es Samsung vor allem darum, dass nur Besitzer seiner Smartphones ein neues Spiel auf Basis von Harry Potter erhalten.

Unklar ist, ob es dabei um das für 2019 angekündigte Harry Potter - Wizards Unite geht, das nach aktuellem Wissensstand eine Art Pokémon Go in der Welt der Zauberer wird. Bislang hat Niantic nicht gesagt, für welche Plattformen der Titel erscheinen wird. Generell war davon ausgegangen worden, dass er wie Pokémon Go für Android und iOS verfügbar sein wird.

Sollte das Spiel nur für Geräte von Samsung auf den Markt kommen, dürfte das kaum ohne Zustimmung von Warner Bros. Games geschehen, dem auch direkt an der Entwicklung beteiligten Publisher. Der dürfte Exklusivgeschäfte kritisch sehen, schließlich hat er von zusätzlich abgesetzten Samsung-Smartphones wenig, kann aber weniger Gegenstände im Itemshop verkaufen.

Laut The Inquirer könnte aber auch ein weiteres Spiel auf Basis von Harry Potter für die Galaxy-Geräte erscheinen. Eine Besonderheit soll in jedem Fall sein, dass der S-Pen-Stylus-Stift als Zauberstab verwendet werden kann.

Eine Reihe von Fragen zu den Vorgängen hinter den Kulissen sind noch offen: So ist unklar, ob Samsung für die kolportierten 40 Millionen US-Dollar eine Beteiligung an Niantic kauft oder sich nur bestimmte exklusive Lizenzrechte sichert. Auch ist noch nicht klar, wann das Geschäft bekanntgeben wird. Die Verhandlungen sollen abschlossen sein, aber für eine Bekanntgabe wäre laut The Inquirer möglicherweise eine Veranstaltung wie der Mobile World Congress (MWC) geeignet, der Ende Februar 2019 in Barcelona stattfindet.

Nach Informationen von The Inquirer geht es Niantic vor allem darum, weitere Finanzmittel als Vorbereitung für einen geplanten Börsengang zu bekommen. Das Unternehmen wurde von Google gegründet, seit 2015 ist es selbstständig. Neben Pokémon Go betreibt es auch ein weiteres AR-Spiel namens Ingress Prime, außerdem arbeitet das Studio an einer Reihe neuer Projekte, darunter zusammen mit der Welttourismusorganisation (UNWTO) an interaktiven Tourismusanwendungen, die ebenfalls Augmented-Reality-Technologien verwenden sollen.  (ps)


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