Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/blizzard-mitarbeiter-sprechen-ueber-diablo-4-1811-137879.html    Veröffentlicht: 23.11.2018 10:55    Kurz-URL: https://glm.io/137879

Blizzard

Mitarbeiter sprechen über Diablo 4

Es trägt den Projektnamen Fenris und soll wesentlich dreckiger werden als Diablo 3: Mitarbeiter von Blizzard haben Interna über die Zukunft und die jüngste Vergangenheit der Reihe ausgeplaudert - und beklagt, dass sich die Firmenkultur verändert.

Auf der Hausmesse Blizzcon 2018 hat Blizzard ein Mobile Game namens Diablo Immortal angekündigt, das bei der Community gar nicht gut ankam. Jetzt haben ehemalige und aktuelle Mitarbeiter des kalifornischen Entwicklerstudios anonym mit dem Magazin Kotaku über die Serie gesprochen - und vor allem über Diablo 4. Derzeit soll das Rollenspiel unter dem Projektnamen Fenris entstehen, mit einer Veröffentlichung sei vermutlich nicht vor 2020 zu rechnen. Auf welchen Plattformen der Titel erscheint, stehe noch nicht fest.

Laut den Informationen von Kotaku hat Blizzard in den vergangenen Jahren zuerst an einer zweiten Erweiterung für Diablo 3 gearbeitet. Diese wurde dann aber aus Gründen, die für die Entwickler nicht nachvollziehbar waren, gestoppt. Anschließend beschäftigte sich ein kleines Team mit einem neuen Konzept für Diablo 4, das stark an Dark Souls erinnern und unter anderem mit der Schulterperspektive arbeiten sollte. Auch dieses Projekt unter dem Projektnamen Hades wurde eingestellt.

Das derzeit entstehende Diablo 4 setze wie die Vorgänger auf die isometrische Perspektive, schreibt Kotaku. Im Unterschied zum direkten Vorgänger solle die Atmosphäre betont düster und dreckig werden - bei Diablo 3 gab es zeitweise viel Kritik an der etwas comichaften Aufmachung. Derzeit überlege das Team unter anderem, das Programm um Multiplayerinhalte in der Art von Destiny anzureichern.

Das könnten Missionen sein, für die sich mehrere Spieler zur Jagd auf einen Oberboss zusammentun müssen. Eine andere Herausforderung sei, dass die Entwickler möglichst auch Elemente wie Ingame-Käufe einbauen sollen. Das würde aber nicht so richtig zu Diablo passen, weil die Suche nach immer besserer Ausrüstung einen wesentlichen Teil der Motivation ausmache.

Nach Angaben von Kotaku beklagen viele Mitarbeiter hinter vorgehaltener Hand, dass sich derzeit die Firmenkultur bei Blizzard ändere. Von der Konzernmutter Activision Blizzard gibt es Forderungen nach mehr neuen Spielen, gleichzeitig sollen aber die Kosten gesenkt werden. Auf Nachfrage von Kotaku habe das Unternehmen die in dem Bericht geschilderten Darstellungen nur mit mehr oder weniger nichtssagenden Floskeln kommentiert.  (ps)


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