Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fallout-76-bethesda-entkoppelt-framerate-und-physik-1811-137822.html    Veröffentlicht: 20.11.2018 18:44    Kurz-URL: https://glm.io/137822

Fallout 76

Bethesda entkoppelt Framerate und Physik

Ein jahrelanges Ärgernis der Gamebryo- und später der Creation-Engine wurde behoben: Der neue Patch für Fallout 76 ermöglicht mehr als 60 fps, ohne dass die Physik nach einer Weile verrücktspielt.

Seit der vergangenen Woche ist Fallout 76 (Test) für Konsolen und PC verfügbar, seit gestern gibt es einen ersten umfangreichen Patch (v1.0.1.14) - und der ändert einiges, gerade am heimischen Rechner. Die in Skyrim oder auch in Fallout 4 verwendete Version der Creation-Engine ist auf 60 fps begrenzt, selbst wenn im Grafikkarten-Treiber die vertikale Synchronisation abgeschaltet wird oder das Display beispielsweise mit 144 Hz arbeitet. In Fallout 76 fehlt diese Beschränkung in der aktuellen Version.

Dadurch läuft das Spiel flüssiger als bisher, zumindest wenn halbwegs schnelle Hardware eingesetzt wird - die immer wieder erweiterte Engine benötigt vergleichsweise wenig Ressourcen. Allerdings skaliert sie auch nicht besonders toll mit mehreren CPU-Kernen und sehr schnelle Grafikkarten wie eine Geforce RTX 2080 Ti müssen in 1440p oft auf Daten vom Prozessor warten. Wir erreichen zusammen mit Ryzen 5 2600X meist über 100 fps ohne vertikale Synchronisation, die sich deutlich präziser anfühlen als die 72 fps, welche das Spiel sonst anlegt oder gar die 60 fps. Technisch ist Fallout 76 im Vergleich zur Special Edition von The Elder Scrolls 5 Skyrim eine Verbesserung: Der Detailgrad ist höher, die Beleuchtung präziser und die Spiegelungen sind feiner - wenngleich sie gelegentlich Artefakte aufweisen, was sich bei Screen-Space-Technik aber kaum vermeiden lässt. Als störend empfinden wir den übertriebenen Tiefenunschärfe-Effekt, welcher das Bild zu sehr weichzeichnet und der auch nicht abschaltbar ist.

Generell wären ein paar mehr Optionen im Grafikmenü wünschenswert, etwa Supersampling oder ein einstellbares Sichtfeld (FoV) - per Konsole geht zumindest Letzteres.  (ms)


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