Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/arbeitsspeicher-sk-hynix-hat-ddr5-5200-entwickelt-1811-137747.html    Veröffentlicht: 15.11.2018 14:47    Kurz-URL: https://glm.io/137747

Arbeitsspeicher

SK Hynix hat DDR5-5200 entwickelt

Aus Südkorea kommt das erste Speichermodul mit DDR5-Chips: Der Riegel von SK Hynix schafft DDR5-5200 und ist für kommende CPUs gedacht. Der Standard steigert die Geschwindigkeit bei weniger Leistungsaufnahme.

SK Hynix hat einen ersten DDR5-Speicherbaustein vorgestellt: Dem südkorenischen DRAM-Fertiger zufolge entspricht der den Spezifikationen des Speichergremiums JEDEC und erreicht eine Datenrate von 5.200 MBit/s. Ein Chip fasst 16 GBit und ein gezeigtes Registered-Modul samt 16-Bit-ECC kommt damit immerhin auf 16 GByte. In den nächsten zwei bis drei Jahren erwartet der Hersteller jedoch Riegel mit mindestens 64 GByte, die Serienfertigung soll 2020 anlaufen.

Der DDR5-Speicher wird im hauseigenen 1Y-Verfahren produziert, darunter verstehen die Hersteller die zweite Generation im Bereich von weniger als 20 nm. Die bisherige 1X-Stufe entspricht etwa 18 nm, weshalb für 1Y von 15 nm auszugehen ist. Die Spannung sinkt auf 1,1 Volt und generell soll SK Hynix' DDR5 rund 30 Prozent sparsamer sein als DDR4. Hier werden für langsamere Module meist 1,2 Volt angelegt - für schnellere mit DDR4-3200 sind es jedoch 1,35 Volt.

Mit 5.200 MBit/s statt 3.200 MBit/s liefert ein DDR5-Chip über 60 Prozent mehr Daten pro Sekunde: An einem 64-Bit-Kanal, wovon aktuelle Server-CPUs sechs oder acht aufweisen, schafft ein DDR5-5200-Modul somit stolze 41,6 GByte pro Sekunde statt 25,6 GByte die Sekunde. Diverse Anwendungen sind sehr bandbreitenintensiv, hier waren bisher mehr Channels wie bei AMDs Epyc die teurere Alternative.

Alle großen CPU-Hersteller werden mittelfristig von DDR4 auf DDR5 wechseln, gerade AMD und Intel haben aber noch keine entsprechenden Prozessoren explizit angekündigt. Bei AMD könnte es mit Genoa auf Basis der Zen-4-Architektur soweit sein, bei Intel dürfte DDR5 mit Sapphire Rapids integriert werden und IBM sieht den Speicher wohl für den Power10 vor. Hersteller wie Zhaoxin aus China planen ebenfalls eine Unterstützung.  (ms)


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