Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/skylake-x-refresh-intels-core-i9-9980xe-ist-kaum-schneller-1811-137716.html    Veröffentlicht: 14.11.2018 17:27    Kurz-URL: https://glm.io/137716

Skylake-X Refresh

Intels Core i9-9980XE ist kaum schneller

Wer 2.000 Euro für eine Enthuasiasten-CPU zahlt, hat eine neue Option: Der Core i9-9980XE folgt auf den Core i9-7980XE. Die Geschwindigkeit steigt nur wenig, wohl aber die Leistungsaufnahme.

Intel hat den Skylake-X Refresh veröffentlicht, so nennt der Hersteller eine Reihe von neuen Prozessoren, das Topmodell ist der Core i9-9980XE mit 18 CPU-Kernen. Anders als beim direkten Vorgänger, dem Core i9-7980XE (Test) verteilt Intel aber keine Testmuster an die europäische Presse, sondern stattet kurzfristig nur einige US-Medien mit einem Qualification Sample aus; echte Retail-Chips gibt es zumeist ohnehin nicht. Den Tests zufolge ist der Core i9-9980XE etwas schneller als der Core i9-7980XE, wenngleich auch die Leistungsaufnahme steigt.

Anders als bei den Skylake-X verlötet Intel beim Skylake-X Refresh den Heatspreader wieder: Verglichen mit Wärmeleitpaste ermöglicht das niedrigere Temperaturen und höhere Taktraten, das Herstellungsverfahren ist laut Intel mit 14++ nm weiterhin das gleiche. Für den Core i9-9980XE bedeutet das 3,0 GHz bis 4,5 GHz sowie 3,8 GHz Allcore statt 2,6 GHz bis 4,4 GHz und 3,4 GHz Allcore - zumindest ohne Code, welcher AVX(2) oder AVX512 nutzt. Die Performance erhöht sich um etwa zehn Prozent, der Chip benötigt aber rund 190 Watt statt 180 Watt (Package Power).

Spannender wird es bei den kleineren Modellen, da Intel hier die Menge an L3-Cache pro Core steigert. Bisher wurde für die Ableger mit zehn oder weniger Kernen das LCC-Die (Low Core Count) verwendet, nun greift der Hersteller für alle Ableger auf die HCC-Variante (High Core Count) zurück. Der 9920X (12C), der 9900X (10C), der 9820X (10C) und der 9800X (8C) haben daher mehr Zwischenpuffer. Das kleinste Modell weist zudem 44 PCIe-Lanes statt zuvor nur 28 Bahnen wie der 7820X auf. Einen Nachfolger für den sechskernigen 7800X gibt es nicht, da schon der Core i9-9900K (Test) für den Sockel LGA 1151 v2 mit acht Cores antritt.

An der Plattform ändert sich für den Skylake-X Refresh nichts: Die CPUs sind für den Sockel LGA 2066 gedacht und unterstützen ein Quadchannel-DDR4-Speicherinterface. Preislich liegen die Prozessoren zwischen gut 700 Euro und über 2.000 Euro, allerdings sind die Chips bisher nicht verfügbar.  (ms)


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