Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/project-concord-vmware-und-die-quelloffene-blockchain-loesung-1811-137548.html    Veröffentlicht: 07.11.2018 07:29    Kurz-URL: https://glm.io/137548

Project Concord

VMware und die quelloffene Blockchain-Lösung

Die schlechte Energiebilanz von Blockchain-Transaktionen ist für VMware Grund, ein eigenes System anzubieten. Eine erste Betaversion von Project Concord ist quelloffen und soll energieeffizienter sein. Es setzt trotzdem auf gängige Systeme wie Ethereum und Hyperledger.

VMwares Project Concord ist für das auf Virtualisierung spezialisierte Unternehmen ungewöhnlich. Das liegt daran, dass es sich dabei um ein quelloffenes Blockchain-System handelt. Die Entwickler kündigten auf der hauseigenen Konferenz VMworld Europe 2018 das Projekt als Betaversion an. Kunden können sich die dazugehörigen Dateien auf Github herunterladen.

Bekanntgemacht wurde Project Concord bereits auf dem Partnerevent in Las Vegas im Sommer 2018. Es baut auf den existierenden Frameworks Ethereum und Hyperledger auf. Als einen Grund, warum VMware in diesen Sektor einsteige, nannte CEO Pat Belsinger: "Eine einzelne Transaktion verbraucht so viel Energie wie ein halbes (Einfamilien-)Haus am Tag." Der Hersteller verspricht effizientere Berechnungs- und Verschlüsselungsalgorithmen, was weniger Energieaufwand durch Rechenleistung zur Folge habe.

Expansion im Finanzsektor

Am Rande erwähnte das Unternehmen, es wolle zudem im Finanzsektor weiter wachsen. Das könnte der eigentliche Grund für Concord sein, da sich die Blockchain für sichere und dezentrale Transaktionen eignet - so wie es auch bei diversen Kryptowährungen der Fall ist. Interessant ist, dass VMware dabei weiter auf Quelloffenheit setzt. Das gibt einer interessierten Community die Chance, das noch nicht produktiv eingesetzte System zu testen und gegebenenfalls zu verändern.

VMware will ein eventuell fertiggestelltes Blockchainsystem später als Blockchain-as-a-Service anbieten. Damit sollen Kunden auf ihrer eigenen Infrastruktur oder bei einem Cloud-Anbieter ihre eigene dezentralisierte Lösung anbieten.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Vmware an der Veranstaltung Vmworld 2018 in Barcelona teilgenommen. Die Reisekosten wurden zur Gänze vom Gastgeber übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.  (on)


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