Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/virtual-reality-oculus-setzt-bei-rift-s-wohl-nur-auf-kleinere-verbesserungen-1811-137484.html    Veröffentlicht: 02.11.2018 12:39    Kurz-URL: https://glm.io/137484

Virtual Reality

Oculus setzt bei Rift S wohl nur auf kleinere Verbesserungen

Eine etwas bessere Displayauflösung und weg mit den Kabeln - mehr passiert wohl nicht bei der nächsten Rift, dem Premium-VR-Headset von Oculus. Unteressen kritisiert Firmengründer Palmer Luckey die Ausrichtung des Marktes.

Das zu Facebook gehörende Unternehmen Oculus VR will 2019 offenbar unter dem Namen Rift S nur eine leicht überarbeitete Version seines im März 2016 veröffentlichen Virtual-Reality-Headsets Rift veröffentlichen. Rift S soll ohne Kabel auskommen und Inside-Out-Tracking integriert haben - sprich: Externe Sensoren sind nicht nötig, um die räumliche Position zu erfassen. Außerdem solle das Headset eine minimal höhere Auflösung bieten als die aktuelle Version, berichtet unter anderem Techcrunch.

Die Information ist auch deshalb interessant, weil sie zeigt, welche Pläne es bei Facebook für das Geschäft mit der virtuellen Wirklichkeit gibt. Bei Oculus VR selbst wollte zumindest Chef Brendan Iribe lieber eine grundlegend überarbeitete Rift 2 veröffentlichen, die leichter und komfortabler sein sollte. Darüber kam es zwischen den Firmen wohl zum Streit, worauf Iribe seinen Posten aufgab.

Fast gleichzeitig kritisierte Palmer Luckey - einer der Gründer von Oculus VR und seit März 2017 nicht mehr bei der Firma - in einem Blogbeitrag seine ehemalige Branche grundlegend. Luckey hält es für falsch, die Headsets immer nur ein bisschen zu optimieren und dabei auf den Durchbruch im Massenmarkt zu hoffen. Die Hersteller sollten alles tun, um die Hard- und Software massiv zu verbessern - dann sei ein großer Erfolg möglich. Solange das nicht geschehe, könne man die Headsets auch verschenken, ohne dass sich an der Verbreitung von VR viel ändern werde.

Oculus plant, im Frühjahr 2019 ein Gerät namens Quest für rund 400 US-Dollar auf den Markt zu bringen. Es verfügt über Inside-Out-Tracking, funktioniert ohne Kabel oder einen anderweitig gekoppelten PC und kommt auch ohne Anbindung an ein Smartphone aus, dürfte allerdings spürbar weniger leistungsfähig als die Rift sein.  (ps)


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