Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/apple-es-aendert-sich-einiges-bei-der-app-entwicklung-fuer-das-ipad-1810-137443.html    Veröffentlicht: 31.10.2018 17:24    Kurz-URL: https://glm.io/137443

Apple

Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

Erstmals baut Apple ein iPad-Modell, das nicht im 4:3-Format kommt. Außerdem kommt der Apple Pencil mit Doppeltipp. Und die Displays der iPad Pros sind nicht mehr eckig. Der Hersteller zeigt im Video, was Entwickler beim Entwickeln künftiger Tablet-Apps beachten sollten.

Apples kommendes iPad Pro wird für App-Entwickler einige Änderungen bringen, die das Unternehmen in einem Video erklärt. Zum ersten Mal gibt es mit dem 11,6-Zoll-Modell ein Tablet, das nicht ganz dem 4:3-Formfaktor bisheriger Modelle entspricht. Die abgerundeten Kanten der neuen Modelle machen es zudem notwendig, Software in Safe Zones darzustellen. Apple empfiehlt, dass an den Rändern einer App Platz gelassen wird, damit alle Bedienungselemente ordnungsgemäß angezeigt werden.

Entwicklern dürfte das bei aktuellen Modellen des iPhones bekannt vorkommen. Neu ist hingegen die Doppeltippfunktion des Apple Pencils, für welchen ebenfalls einige Richtlinien gelten. Apple gibt an, dass viele Apps ihre Elemente automatisch dem Layout anpassen. Allerdings sollten Entwickler sich an drei Richtlinien halten, damit ihre Programme auf den neuen iPads nicht fehlerhaft angezeigt werden.

Drei Schritte für Entwickler

An der unteren Seite ist es ratsam, 20 pt (Bildpunkte) freizuhalten, da sich - wie bei neuen iPhones - dort der Home-Indikator befindet. Die obere Seite mit Systemanzeigen nimmt 24 pt ein, was ein wenig mehr ist als die 20-pt-Leiste von iPhones und iPads vorheriger Generationen. In der Safe Zone dazwischen können Entwickler ihre App anzeigen.

Zweitens sollten Entwickler an der linken und rechten Seite ebenfalls etwas Platz lassen, damit keine App-Elemente mit den runden Displayecken des iPad Pro kollidieren. Eine Richtlinie sind 20 pt an jeder Seite. Drittens müssen sich Hersteller wie erwähnt auf mehrere Seitenverhältnisse einstellen, da das kleinere 11-Zoll-iPad-Pro 164 pt weiter ist als das vorherige Modell. Dabei kann es vorkommen, dass bildschirmfüllende Apps einige Elemente abgeschnitten anzeigen oder schwarze Ränder an den Displayrändern auftauchen.

Doppeltippen beim Apple Pencil

Der neue Eingabestift des iPad Pro kommt mit einem Doppeltippfeature, dessen Funktion Nutzer systemweit festlegen können. Apple stellt vier Voreinstellungen zur Verfügung: Wechseln zwischen einem Schreibwerkzeug und dem Radiergummi, Wechseln zwischen dem aktuell aktiven Tool und dem zuletzt genutzten Tool, das Anzeigen einer Farbpalette oder gar keine Funktion.

Diese von den Benutzern festgelegten Einstellungen sollten Entwickler auch in ihrer App berücksichtigen, obwohl ein anderes Verhalten programmierbar ist. Allerdings trage das zu Inkonsistenz bei der Bedienung bei, speziell wenn zwischen verschiedenen Programmen hin- und hergewechselt wird. Apple empfiehlt daher, individuelle Anpassungen für das Doppeltippen standardmäßig auszuschalten und als Option einschaltbar zu machen.

Apps, die standardmäßig keine Farbpaletten und Zeichentools nutzen, können auch nicht die Systemeinstellungen des Apple Pencil verwenden. Ein Doppeltippen sollte trotzdem nur das Verhalten des Apple Pencil verändern, etwa ein Umschalten zwischen mehreren Ebenen in einer Fotobearbeitungsapp.  (on)


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