Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/docsis-3-1-vodafone-macht-keine-angaben-zu-glasfaser-bei-gigabit-1810-137439.html    Veröffentlicht: 31.10.2018 13:45    Kurz-URL: https://glm.io/137439

Docsis 3.1

Vodafone macht keine Angaben zu Glasfaser bei Gigabit

Vodafone baut Docsis 3.1 in großen Schritten aus, wie viel Tiefbau das erfordert, sagt der Betreiber nicht. Doch es gibt ein Bekenntnis zum Wechsel von Koaxialkabel auf Glasfaser.

Vodafone macht keine Angaben dazu, wie viele Kilometer Glasfaser für die neuen Gigabit-Angebote im Kabelnetz mit Docsis 3.1 verbaut wurden. Vodafone-Sprecher Volker Petendorf sagte Golem.de auf Anfrage: "Dazu äußern wir uns aus Wettbewerbsgründen weiterhin nicht."

Bundesweit umfasse das HFC-Netz (Hybrid Fiber Coax) von Vodafone eine Länge von mehr als 400.000 Kilometern. "Für das Gigabit durch Docsis 3.1 müssen keine Straßen oder Bürgersteige aufgerissen werden", betonte Petendorf. Das ist zutreffend, doch damit bleibt das Kabelnetz ein Shared Medium. Wenn es viele nutzen, wird es eng in den Abendstunden. Um vielen Kunden in einem Node sehr hohe Datenraten bieten zu können, sind Notesplits nötig, die auch Tiefbau erfordern. Vodafone sichert den Nutzern seines neuen Gigabit-Zugangs im Kabelnetz eine Mindestdatenrate zu und garantiert eine Bandbreite zwischen 600 und 1.000 MBit/s.

Nürnberg, Landshut, Dingolfing und Fürth waren die ersten Städte, in denen Vodafone Gigabit-Anschlüsse im HFC-Netz anbot. Danach folgte in Sachsen mit Leipzig die erste Gigabit-City. In dieser Woche begann Vodafone in Schwerin und Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern seinen Kunden Gigabit-Internetzugänge anzubieten.

Überraschend machte Vodafone ein Statement zum perspektivischen Ersatz des Koaxialkabels durch Glasfaser. Petendorf: "Das Kabelnetz wird perspektivisch durch Hinzufügen von weiteren Glasfaserabschnitten zu einem kompletten Glasfasernetz."

Auch Unitymedia hatte erklärt, man sehe durch Monitoring, wenn Cluster zulaufen, wo es viele 400-MBit/s-Kunden gebe. "Dann bringen wird die Glasfaser näher zum Kunden, machen Nodesplits. Der Bau unseres Netzes ist nicht abgeschlossen, irgendwann wird auch unser Netz komplett Glasfaser sein." Doch der Ausbau erfolge bedarfsgerecht, überall da, wo wirklich mehr Kapazität nachgefragt werde. Auch das Koaxialkabel besteht aus Kupferdrähten.  (asa)


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