Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/aldenhoven-vodafone-nimmt-ersten-5g-mobilfunkmast-in-betrieb-1810-137429.html    Veröffentlicht: 31.10.2018 11:03    Kurz-URL: https://glm.io/137429

Aldenhoven

Vodafone nimmt ersten 5G-Mobilfunkmast in Betrieb

Vodafone hat seine erste 5G-Basisstation mit einer holographischen Telefonkonferenz in Betrieb genommen. Partner für weitere Tests sind die Deutsche Bahn und Audi. Die Bahn startet eine 5G-Teststrecke im Erzgebirge.

Der erste 5G-Mobilfunkmast von Vodafone ist im 5G Mobility Lab in Aldenhoven (Nordrhein-Westfalen) in Betrieb gegangen. Das gab das Unternehmen am 31. Oktober 2018 bekannt. Er funkt ab sofort im Livenetz des britischen Telekommunikationskonzerns.

Als Test führte Vodafone-Landeschef Hannes Ametsreiter aus Düsseldorf ein Hologramm-Telefonat in dem fahrenden Elektrokleinbus e.GO Mover. 5G werde in die Industriehallen und an andere Orte gebracht, sagte er.

Zu den ersten 5G-Partnern von Vodafone zählen die Deutsche Bahn, Continental, Audi und der Hersteller für Elektroautos e.GO Mobile. Die Technik beim Hologramm-Interview kommt von dem schwedischen Mobilfunkausrüster Ericsson und dem US-Prozessorhersteller Intel. Zusammen mit e.GO Mobile will Vodafone in Kürze die erste 5G-Produktionsstätte in Deutschland starten. "Mit einem 5G-Netz in unserem neuen Werk in Aachen Rothe Erde erreichen wir in Echtzeit volle Transparenz über Prozess- und Logistikdaten auf dem Shopfloor. Durch den nun möglichen digitalen Schatten sind perfekte Regelkreise in der Produktionssteuerung abbildbar", sagte e.GO-Mobile-Chef Günther Schuh.

5G-Teststrecke im Erzgebirge

Gemeinsam mit der Deutschen Bahn startet Vodafone den Ausbau von 5G entlang einer Teststrecke der Erzgebirgsbahn zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg. Hier soll unter anderem getestet werden, wie Züge Hindernisse und Gefahren auf den Gleisen selbstständig erkennen und darauf reagieren.

Auch Audi zählt zu den 5G-Partnern von Vodafone, man arbeitet gemeinsam an der 5G-Kommunikation von Fahrzeugen untereinander sowie an der Anbindung von Infrastruktur zur Unterstützung von Anwendungen mit Bedarf an hohen Datenraten und niedriger Latenz.

"Wir testen in Aldenhoven 5G auf unterschiedlichen Frequenzen. Beim Interview per Hologramm ging es insbesondere um kurze Latenzzeiten bei stabiler hoher Datenrate in einem sich bewegenden Fahrzeug und nicht um Spitzengeschwindigkeiten. Die haben wir bereits mehrfach mit mehr als 10 GBit/s demonstriert", sagte Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck.  (asa)


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