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Threadripper 2970WX/2920X ausprobiert

AMDs 24- und 12-Kerner liefern viel CPU pro Euro

Sechs Wochen nach dem 32-Core-Chip lässt AMD zwei Threadripper v2 mit 24 und 12 Kernen folgen. Beide CPUs sind sehr schnell bei Rendering-Aufgaben und kosten in Anbetracht ihrer Leistung vergleichsweise wenig.

Klar, der Threadripper 2990WX (Test) mit 32 CPU-Kernen ist der schnellste Desktop-Prozessor in entsprechenden Anwendungen - aber nicht jeder Nutzer möchte 1.800 Euro nur für den Chip ausgeben. Neben dem Threadripper 2950X (Test) mit 16 Cores für 900 Euro bringt AMD daher den Threadripper 2970WX für 1.350 Euro und den Threadripper 2920X für 670 Euro in den Handel. Wir haben beide für jeweils gut eine Stunde ins Testsystem geschraubt, um die Leistung in Render-Benchmarks zu prüfen.

Der Threadripper 2970WX nutzt 24 Kerne, denn intern besteht er aus vier Octacore-Dies, in denen jeweils zwei CCX (Core Complex) mit drei Kernen rechnen - also 4*(3+3). Der Threadripper 2920X wiederum nutzt zwei aktive Chips mit gleichem CCX-Aufbau, ergo 2*(3+3) für 12 Kerne. Beide AMD-Prozessoren haben das bekannte Quadchannel-Speicherinterface für DDR4-2933 und können mit einem X399-Mainboard mit acht Bänken bis zu 64 GByte oder gar 128 GByte adressieren.

In unserem Fall mussten wir die Firmware des Asus ROG Zenith Extreme (X399) nicht einmal aktualisieren, die Version von Juli 2018 reicht aus. Es gibt zwar eine neuere, sie behebt laut Hersteller aber nur nicht näher ausgeführte Kompatibilitätsprobleme mit der Geforce RTX 2080 (Test). Wir haben den Threadripper 2970WX und den Threadripper 2920X jedoch mit einer Geforce GTX 1080 Ti kombiniert, damit die Werte mit den bisherigen direkt vergleichbar sind. Um neben den beiden AMD-Neulingen die aktuelle CPU-Entwicklung nicht zu ignorieren, haben wir noch zusätzliche Werte mit dem achtkernigen Core i9-9900K (Test) hinzugefügt. Zumindest wenn es sich um Render-Aufgaben wie Blender oder Luxmark handelt, platzieren sich die zwei Threadripper wie erwartet: Der 2970WX liegt hinter dem 2990WX und vor dem 2950X sowie Intels Core i9-7980XE mit 18 Kernen, der 2920X überholt den Ryzen 7 2700X klar und ist schneller als Intels Core i9-9900K. In Spielen - die wir nicht einzeln aufgeführt haben - liegen die Threadripper entsprechend ihrem Takt etwa gleichauf mit 2700X und damit hinter einem Core i7-8700K.

Wer regelmäßig kompiliert, encodiert oder rendert und hierzu nicht zwingend 32 Cores oder 16 Cores benötigt, hat mit AMDs neuen 24- und 12-Kernern durchaus interessante Alternativen zur Hand: Der Threadripper 2970WX und der Threadripper 2920X liefern viel CPU-Leistung zum angemessenen Preis.  (ms)


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