Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/quartalszahlen-amds-aktie-gibt-wegen-maessiger-aussichten-nach-1810-137320.html    Veröffentlicht: 25.10.2018 13:40    Kurz-URL: https://glm.io/137320

Quartalszahlen

AMDs Aktie gibt wegen mäßiger Aussichten nach

Im dritten Quartal 2018 konnte AMD zwar Umsatz und Gewinn steigern, aber nicht so stark wie erwartet. Die Aktie brach dennoch von über 25 US-Dollar auf 17 US-Dollar ein, da das vierte Quartal schlechter laufen wird als von den Anlegern gedacht - hier wurde zu viel erwartet.

AMD hat die Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal 2018 vorgelegt (PDF): Verglichen zum Vorjahresquartal stieg der Umsatz von 1,584 Milliarden US-Dollar auf 1,653 Milliarden US-Dollar und der Gewinn von 61 Millionen US-Dollar auf 102 Millionen US-Dollar. Das Geschäft mit Ryzen- und Epyc-Prozessoren konnte zwar zulegen, dafür gingen die Konsolen-SoC-Verkäufe und der Absatz an Radeon-Grafikkarten zurück. Der Börse reichte das nicht, die Erwartungen der Anleger waren höher und daher verlor die Aktie stark an Wert.

Im CPU/GPU-Segment ging der Umsatz von 853 Millionen US-Dollar auf 938 Millionen US-Dollar nach oben, der Gewinn stieg leicht von 73 Millionen US-Dollar auf 100 Millionen US-Dollar. AMD sieht das Problem vor allem bei den Grafikkarten, hier liegen viele Pixelbeschleuniger aufgrund des beendeten Mining-Booms auf Halde. Die guten Ryzen/Threadripper-Verkäufe können das nur bedingt auffangen, auch wenn AMD von Intels 14-nm-Knappheit durchaus zu profitieren scheint.

Das Server- und Konsolen-Geschäft setzte nur 715 Millionen US-Dollar statt 759 Millionen US-Dollar bei einem Gewinn von 86 Millionen US-Dollar statt 74 Millionen US-Dollar um. Hier machen die sich die besseren Margen der Epyc-CPUs verglichen mit denen der Konsolen-SoCs bemerkbar. Dennoch überraschen Umsatz und Gewinn etwas, weil im dritten Quartal üblicherweise die Chips für das Weihnachtsgeschäft verkauft werden.

Für das vierte Quartal 2018 geht AMD von einem Umsatz von 1,45 Milliarden US-Dollar aus. Das wäre mehr als im Vorjahr, entspricht aber ebenfalls nicht den Erwartungen der Anleger und ist damit wohl der Hauptgrund, warum die Aktie von über 25 US-Dollar auf rund 17 US-Dollar nachgab.  (ms)


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