Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/crowdfunding-nybble-ist-eine-programmierbare-roboterkatze-aus-holz-1810-137314.html    Veröffentlicht: 25.10.2018 11:04    Kurz-URL: https://glm.io/137314

Crowdfunding

Nybble ist eine programmierbare Roboterkatze aus Holz

Die Roboterkatze Nybble bewegt sich fast wie eine echte Katze - nur ohne Fell. Sie wird durch ein angepasstes Arduino-Board und quelloffenen Code gesteuert und ist mit dem Raspberry Pi kompatibel. Allerdings sind einige Bauteile nicht im Set enthalten.

Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo sammeln Entwickler der Firma Petoi Nybble Geld für einen Roboter, der sich wie eine Katze bewegt und auch so aussieht. Das Bastelset besteht aus einem speziell dafür entworfenen Arduino-Board, Sensoren und mit einem Laserschneider zugeschnittenen Holzteilen, die den Körper der Katze ausmachen. Das Projekt hat bisher etwa 20.000 der gesetzten 50.000 US-Dollar erreicht. Die Kampagne läuft noch einen Monat.

Herzstück des kleinen Roboters ist das Nyboard V0, das auf einem Arduino Uno basiert. Demzufolge nutzt es den gleichen Atmega328-Chip. Allerdings hat der Hersteller zusätzlichen EEPROM in Höhe von 8 KByte auf dem Board verbaut, auf dem weitere Verhaltensmuster als Arduino-Scripts gespeichert werden können. Der Chip taktet zudem mit 20 statt 16 MHz. Die serielle und I2c-Schnittstelle auf dem Byboard V0 lassen sich mit 3,3 und 5 Volt ansteuern. Ansonsten gleicht das Board einem Arduino Uno: Es hat ebenfalls 32 KByte Flashspeicher, 1 KByte Standard-EEPROM und 2 KByte SRAM.

Die Nybble-Katze kann zusätzlich mit einem wesentlich leistungsfähigeren Raspberry Pi betrieben werden, allerdings ist dieser - wie diverse andere Bauteile - nicht enthalten. Neben dem Roboterset benötigen Unterstützer zwei 14500-Lithium-Ionen-Batterien mit 3,7 Volt Ausgangsspannung, da die Lieferung von Batterien per Post zusätzlichen Auflagen unterliegt. Mit einer Ladung soll Nybble bis zu 30 Minuten laufen können. Der Arduino-Code für den Raspberry Pi 3 Model B und das Nyboard V0 sind quelloffen und auf dem Entwicklerportal Github zugänglich.

Im 200 Euro teuren Bausatz sind ansonsten notwendige Bauteile enthalten. Die Holzgliedmaßen werden nur gesteckt und benötigen keine Schrauben. Außerdem sind Motoren für Beine, Schwanz und Kopf enthalten, ebenso wie Entfernungssensoren, die sich am Kopf befinden. Auf der Steuerplatine befinden sich ein IR-Sensor und ein 6-Achsen-Gyrosensor. Early-Bird-Unterstützer bekommen ihr Set für 175 US-Dollar bereits im Dezember 2018, sollten die Kampagne und die darauffolgende Produktion reibungslos funktionieren. Außerdem bietet der Hersteller zwei Nybbles für 390 US-Dollar oder nur das Nyboard V0 für 45 US-Dollar an.  (on)


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