Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/android-google-schreibt-sicherheitsupdates-fuer-zwei-jahre-vor-1810-137313.html    Veröffentlicht: 25.10.2018 09:40    Kurz-URL: https://glm.io/137313

Android

Google schreibt Sicherheitsupdates für zwei Jahre vor

Um zu erreichen, dass Hersteller von Android-Smartphones Googles monatliche Sicherheitsupdates auch auf ihre Geräte bringen, soll Google eine neue Vorgabe machen: Die Updates müssen zwei Jahre lang regelmäßig verteilt werden, sonst droht Google mit Problemen bei der Veröffentlichung künftiger Geräte.

Google veröffentlicht jeden Monat Sicherheitsupdates für Android, manche Hersteller kümmern sich aber eher schlecht um deren Verteilung auf ihren Geräten. Besonders ältere Geräte werden mitunter nur noch schlecht mit den wichtigen Patches versorgt.

The Verge hat Einsicht in einen neuen Vertrag zwischen Google und einem Hersteller bekommen, der die Aktualisierungssituation verbessern soll: In dem Dokument schreibt Google dem Hersteller vor, für mindestens zwei Jahre regelmäßige Updates zu liefern.

Im ersten Jahr nach der Veröffentlichung des Android-Gerätes müssen mindestens vier Aktualisierungen verteilt werden. Generell müssen Geräte am Ende eines Monats gegen Schwachstellen geschützt sein, die vor mehr als 90 Tagen identifiziert wurden. Durch dieses Zeitfenster soll auch im zweiten Jahr sichergestellt werden, dass sicherheitsrelevante Fehler irgendwann auch behoben werden.

Vorgabe soll für populäre Geräte gelten

Die Regeln sollen für alle Android-Geräte gelten, die nach dem 31. Juli 2018 veröffentlicht wurden und von mehr als 100.000 Nutzern aktiviert wurden. Sollten Hersteller es nicht schaffen, die Vorgaben einzuhalten, soll Google damit drohen können, kommende Modelle nicht zu genehmigen. Diese könnten dann womöglich nicht veröffentlicht werden.

Die Bedingungen sind Bestandteil von Googles neuen Lizenzvereinbarungen in Europa, nach denen das Unternehmen Herstellern auch erlauben muss, Smartphones und Tablets ohne den Play Store und andere Google-Apps herausbringen zu dürfen. Unklar ist, ob die Regeln demnach nur für Europa gelten - einfacher wäre es aber wohl, diese global anzuwenden.  (tk)


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