Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ultrastar-dc-hc620-wd-hat-die-erste-15-tbyte-festplatte-1810-137309.html    Veröffentlicht: 25.10.2018 07:45    Kurz-URL: https://glm.io/137309

Ultrastar DC HC620

WD hat die erste 15-TByte-Festplatte

Die Ultrastar DC HC620 ist mit Helium gefüllt, in ihr rotieren acht Magnetscheiben. Die Festplatte von Western Digital fasst 15 TByte, was der Hersteller durch eine optimierte Schindel-artige Technik erreicht.

Western Digital hat die Ultrastar DC HC620 vorgestellt, die laut dem US-Unternehmen erste Enterprise-Festplatte mit 15 TByte Speichervermögen. Bisherige Modelle wie die Ultrastar Hs14 weisen eine Kapazität von 14 TByte auf. Das neue 3,5-Zoll-Modell wurde von Western Digital auf Datendichte optimiert, die grundlegende Technik bleibt aber die gleiche.

In der Ultrastar DC HC620 rotieren acht Platter, das Laufwerk ist mit Helium gefüllt. Weil die Festplatte auf 1.108 statt auf 1.034 Gigabit pro Quadratzoll kommt, ist anzunehmen, dass Western Digital die Datenspuren enger überlappen lässt. Das Verfahren heißt Shingled Magnetic Recording (SMR) und hat den Nachteil, dass angrenzende Daten beim Beschreiben ebenfalls erneuert werden müssen. Daher eignen sich Festplatten mit SMR primär für Anwendungsbereiche, in denen Daten vor allem gelesen werden.

Die Lesegeschwindigkeit gibt Western Digital mit bis zu 255 statt bis zu 233 MByte pro Sekunde an, wobei diese Werte wie üblich für die Außenbereiche der Platter gelten, da dort mehr Daten pro Zeit von den HDD-Köpfen gelesen werden. Die Festplatte rotiert mit 7.200 Umdrehungen pro Minute und hat 512 MByte Cache. Wie üblich wird auch die Ultrastar DC HC620 mit Sata-6-GBit/s- und SAS-12-GBit/s-Schnittstelle sowie unterschiedlichen Sektorgrößen angeboten.

Weil Western Digital die 15-TByte-Festplatte direkt an große Cloud-Partner verkauft, gibt der Hersteller keinen Preis an und nennt auch keinen Termin für die Verfügbarkeit. Die Garantie für die Ultrastar DC HC620 beträgt fünf Jahre. Künftig will Western Digital auf MAMR (Microwave Assisted Magnetic Recording) samt klassischen Aluminium-Plattern setzen und so Festplatten mit 16 TByte oder mehr Kapazität ausliefern.  (ms)


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