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Vectoring

Rund 118.000 Haushalte bekommen 100 MBit/s von der Telekom

Die Telekom kann wieder Erfolge beim Vectoring ausweisen. Zugleich entbrennt ein Streit darüber, wer überhaupt auf dem Land Breitband ausbaut.

Rund 118.000 Haushalte in 102 Kommunen können ab heute Vectoring nutzen. Das gab die Deutsche Telekom am 22. Oktober 2018 bekannt. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s.

Zu den Kommunen gehören Bönen mit 7.156 Haushalten, Hechingen mit 6.947 Haushalten, Giengen an der Brenz mit 6.616 Haushalten, Ettenheim mit 6.407 Haushalten, Dorsten mit 4.796 Haushalten, Iserlohn mit 3.583 Haushalten, Herbrechtingen mit 3.300 Haushalten, Traunstein mit 3.171 Haushalten, Treuchtlingen mit 2.997 Haushalten und Boizenburg mit 2.779 Haushalten.

"Wir bauen nicht nur Datenautobahnen zwischen den großen Metropolen und Ballungsräumen, sondern unser Netz geht auch in die ländlichen Regionen", sagte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Telekom. Dagegen hatte der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunitations- und Mehrwertdiensten) am 17. Oktober 2018 bei der Vorstellung der Studie Tele-Kompass des Wirtschaftsinstituts IW Consult erklärt: "Das Vectoring-Versprechen der Telekom hat dem ländlichen Raum kaum etwas gebracht". Statt der versprochenen 100 Prozent seien im ländlichen Bereich bis Ende 2018 nicht einmal 60 Prozent der Bürger mit 50 MBit/s versorgt. Für das neue Gigabit-Ziel der Bundesregierung liege ein Jahr nach der Wahl noch kein schlüssiges Konzept vor.

Die Telekom hatte darauf erklärt: "Folgt man den Zahlen des Bundesministeriums für Verkehr, tendiert der Beitrag von Kabelbetreibern und Glasfaserbetreibern zur besseren Abdeckung mit höheren Bandbreiten nahezu gegen null", sagte Telekom-Sprecher Andreas Middel. Die Aussagen des VATM würden sehr verwundern: "Das Ziel der Bundesregierung, bis Ende 2018 alle Haushalte mit 50 MBit/s zu versorgen, unterstützen wir nach Kräften, aber wir sehen uns nicht als einziger Anbieter in der Pflicht", betonte Middel.  (asa)


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