Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bvg-mit-bis-zu-500-mbit-s-im-bus-wlan-unterwegs-1810-137200.html    Veröffentlicht: 18.10.2018 19:03    Kurz-URL: https://glm.io/137200

BVG

Mit bis zu 500 MBit/s im Bus-WLAN unterwegs

Berliner Linienbusse werden über LTE Advanced mit WLAN angebunden. Der Fahrgast könne damit 100 und 150 MBit/s erwarten, meint die BVG.

Die BVG wird in den kommenden vier Monaten mindestens 180 Berliner Linienbusse mit Wi-Fi ausstatten. "Zur Datenrate können wir mitteilen, dass die Omnibusse mit LTE Advanced angebunden werden, was nominell bis zu 500 MBit/s ermöglichen kann", sagte eine BVG-Sprecherin Golem.de auf Anfrage. In einer Funkzelle müssen sich die Nutzer die Datenübertragungsrate jedoch teilen.

Nach den Erfahrungswerten aus dem Pilotbetrieb im Jahr 2017 werden Werte zwischen 100 und 150 MBit/s im Berliner Ring erwartet.

Angaben zum Ausrüster werden aus sicherheitsrelevanten Gründen nicht gemacht. In der U-Bahn kommt die Hardware von Cisco zum Einsatz. Sie wurde zuvor bereits in einer früheren Version in London eingesetzt. Laut Hersteller sollen pro Accees-Point bis zu 120 eingeloggte Nutzer möglich sein.

Bereits im Jahr 2017 hatte die BVG testweise in 30 Bussen ihr aus den U-Bahnhöfen bekanntes BVG-Wi-Fi angeboten. "Nach der überwiegend positiven Resonanz startet nun mit Unterstützung der Senatskanzlei ein erweiterter Pilotversuch. Vorgesehen ist, die ausgestatteten Busse vorrangig auf stark frequentierten Linien in der Innenstadt einzusetzen", erklärte das Unternehmen.

Die Berliner Senatskanzlei finanziert die Hardware, die BVG beschafft die Geräte und übernimmt Einbau und Unterhalt. Aus Landesmitteln stehen dafür rund 600.000 Euro bereit. Mehr als 1.300 Busse der BVG sind täglich unterwegs.

Mit LTE sind sehr hohe Datenraten möglich: Der Netzbetreiber A1 Telekom Austria hatte im Januar 2018 in Wien eine Datenübertragung von 1,5 GBit/s im A1 Netz erreicht. Zum Einsatz kommen LTE Advanced Pro und Massive MIMO. Die Technik kam von dem finnischen Netzwerkausrüster Nokia.

Für die Übertragung wurde fünffach Carrier Aggregation angewendet: Dabei wurden A1 Frequenzen in den Bereichen 2,6 GHz, 1.800 MHz und 800 MHz und 2.100 MHz gebündelt, mit MIMO-Verfahren (Multiple In Multiple Out) übertragen und mit dem Modulationsverfahren 256 QAM kombiniert. Dadurch lassen sich erheblich höhere Datenraten erzielen als in den meisten LTE-Netzen heute.  (asa)


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