Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/pixel-3-xl-im-test-algorithmen-koennen-nicht-alles-1810-137117.html    Veröffentlicht: 15.10.2018 18:00    Kurz-URL: https://glm.io/137117

Pixel 3 XL im Test

Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.

Ein großer Teil der Vorstellung von Googles neuen Smartphones Pixel 3 und Pixel 3 XL drehte sich um die Kameras der Geräte. Bei vielen Nutzern hat das Smartphone die Kompaktkamera mittlerweile ersetzt, das weiß natürlich auch Google. Entsprechend sollen die Kameras der beiden neuen Geräte noch bessere Fotos als bisher machen.

Google setzt dabei im Unterschied zu anderen Herstellern weiterhin auf eine Kamera mit einem Objektiv und nicht zweien oder gar mehr; die Software soll bei den neuen Pixel-Smartphones für eine gute Bildqualität sorgen. Dass dieses Konzept durchaus aufgehen kann, hat Google mit den Kameras der Pixel-2-Smartphones gezeigt, die auch in unseren Tests gut abschnitten.

Im Test haben wir uns das größere Pixel 3 XL angeschaut und festgestellt: 2018 ist nicht 2017, die Kameraqualität hat sich bei der Konkurrenz stark weiterentwickelt. Im direkten Vergleich mit der aktuell besten Smartphone-Kamera am Markt, der des Huawei P20 Pro, kann das Pixel 3 XL in den meisten Kategorien nicht mithalten - der Algorithmus hat einfach seine Grenzen.

Beim Pixel 3 XL hat Google das Design des Pixel 2 XL weitergeführt. Das neue Modell hat wieder eine zweigeteilte Rückseite: Der Kamerabereich ist von spiegelndem Glas umgeben, die restlichen vier Fünftel der Rückseite sind matt. Die Rückseite besteht jetzt allerdings aus einem einzelnen Stück Glas, das lediglich unterschiedlich geschliffen ist.

Der Hauptteil ist dabei leicht angeraut, was das Smartphone weniger rutschig machen soll. Dies funktioniert auf Oberflächen sehr gut, das Pixel 3 XL rutscht tatsächlich weniger als andere Smartphones mit glatter Glasrückseite. In der Hand fühlt sich das matte Material allerdings alles andere als rutschfest an: Besonders mit trockenen Händen, wie man sie beispielsweise im Winter hat, lässt sich das Smartphone nicht sonderlich stabil festhalten.

Unser Testmodell ist bis auf die schwarze Vorderseite komplett weiß. Der Einschaltknopf hingegen bietet einen kleinen farbigen Akzent: Er ist hellgrün. Die Verarbeitung des Pixel 3 XL ist sehr gut, angenehm finden wir zudem, dass Google auf sinnlose Spielereien wie abgerundete Display-Ränder verzichtet.

Display ohne Farbstich des Pixel 2 XL

Das OLED-Display des Pixel 3 XL ist 6,3 Zoll groß und hat eine Auflösung von 2.960 x 1.440 Pixeln, was zu einer hohen Pixeldichte von 523 ppi führt. Entsprechend scharf werden Bildschirminhalte angezeigt. Erfreulicherweise hat das neue Modell nicht mehr den störenden blauen Farbstich des Pixel 2 XL.

Am oberen Rand hat das Display eine Einbuchtung, die sogenannte Notch, in der die beiden Frontkameras sitzen - zu diesen später mehr. Womöglich aufgrund der für die Dual-Frontkamera notwendigen Technik benötigt die Notch außergewöhnlich viel Platz, sie ist schätzungsweise 50 Prozent höher als bei anderen Smartphones mit Einbuchtung im Display. Dies führt zu einer ungewöhnlich hohen Benachrichtigungsleiste, was aus mehreren Gründen nicht gut aussieht.

Zum einen wirken die Symbole aufgrund des Platzes über ihnen irgendwie verloren. Zum anderen führt die hohe Benachrichtigungsleiste bei Apps, die diese farbig einfärben, zu einem fetten Balken am oberen Displayrand. Das sieht nicht gut aus, wie wir finden. Momentan lassen sich die Bereiche links und recht von der Notch noch nicht ausblenden, Nutzer müssen also mit der unförmigen Leiste leben.

Die Qualität des Displays ist ansonsten sehr gut. Farben werden mit angenehmer Sättigung angezeigt, die Schärfe und die Schwarzwerte sind sehr gut. Der Bildschirm ist HDR-fähig, Nutzer können also beispielsweise Youtube-Videos mit besserer Bilddynamik schauen.

Drehen wir das Pixel 3 XL um, erkennen wir die einzelne, nur minimal aus dem Gehäuse ragende Kamera. Diese hat die gleichen Kenndaten wie die Kamera des Pixel 2 XL, Google hat aber die Software erweitert. Diese soll beispielsweise dank Pixel Shift schärfere und detailreichere Bilder liefern, der Super-Resolution-Zoom soll einen scharfen Digitalzoom ermöglichen. Zudem gibt es noch Hilfen für Personenaufnahmen, wie etwa Top-Foto: Hier sucht das Pixel 3 XL aus einer Reihe von Fotos dasjenige aus, auf dem beispielsweise bei einer Gruppenaufnahme niemand blinzelt.

Top Foto sucht das beste Bild raus

Das funktioniert in unseren Tests gut, die Funktion ist aber nicht besonders intuitiv verbaut. Nutzer müssen zunächst die Motion-Funktion aktivieren, mit Hilfe derer das Pixel 3 XL immer vor und nach dem eigentlichen Foto weitere Bilder aufnimmt. Automatisch sucht das Smartphone nicht das beste Bild heraus, dafür müssen wir in Google Fotos den Menü-Button mit den drei Punkten nutzen und auf "Bilder auswählen" gehen. Alternativ können wir bei einer entsprechenden Aufnahme auch nach oben swipen, um die verfügbaren Bilder und Empfehlungen aufzurufen.

Dann zeigt uns das Pixel 3 XL alle verfügbaren Bilder an, die empfohlenen sind mit einem Punkt markiert. Das vom Smartphone als das beste Bild eingeschätzte Foto wird uns als erstes angezeigt, zusätzlich weitere empfohlene Bilder. Das Bild, das uns am besten gefällt, können wir anschließend separat speichern - in unseren Tests lag die Einschätzung des Pixel 3 XL meist richtig. Besonders bei Schnappschüssen sowie Gruppenaufnahmen kann diese Funktion sehr hilfreich sein, zudem verleiht sie der von uns bisher eher als unsinnig erachteten Motion-Funktion endlich einen Sinn.

Problematisch finden wir allerdings, dass wir nur von Google vorgeschlagene Bilder in hoher Qualität speichern können. Wählen wir ein anderes Bild aus der Motivreihe, wird es in nur 0,8 Megapixeln abgespeichert. Auch die empfohlenen Bilder werden mitunter in deutlich niedrigerer Auflösung als 12 Megapixel gespeichert.

Zoom kann nicht mit Konkurrenz mithalten

Weniger begeistert waren wir vom Super-Resolution-Zoom. Hier zeigen sich erste Grenzen dessen, was mit Hilfe von Software möglich ist: Zwar ist die Dreifachvergrößerung auf den ersten Blick nicht schlecht - so scharf wie "ohne Weichzeichner", wie Google auf seiner Webseite behauptet, sind die Bilder aber nicht. Das fällt uns besonders im Vergleich zu Aufnahmen mit gleichem Vergrößerungsfaktor auf, die wir mit dem P20 Pro von Huawei gemacht haben. Dieses hat ein zweites Objektiv mit dreifacher Vergrößerung, die natürlich besser als die vom Pixel 3 XL digital erzeugte aussieht.

Gehen wir auf eine fünffache Vergrößerung, schneidet das P20 Pro aber weiterhin besser ab, obgleich es die Vergrößerung in dieser Stufe ebenfalls digital berechnet. Dabei werden allerdings die Daten der drei Objektive zusammengerechnet, was offenbar Googles Algorithmus überlegen ist, der auf die Daten einer einzelnen Kamera zurückgreift.

Das P20 Pro, immer noch auf Platz 1 in der Fotokategorie des Kamera-Benchmarks von DxO und bei unseren Tests, schlägt das Pixel 3 XL allerdings auch bei herkömmlichen Aufnahmen ohne Zoom. Eine Tageslichtszene mit Sonne und Schatten etwa wird im Master-AI-Modus des P20 Pro trotz ausgeschaltetem HDR-Modus ausgeglichen belichtet - das Smartphone verwendet Huawei zufolge mit aktivierter KI-Unterstützung immer eine Art von HDR. Machen wir das gleiche Bild mit dem Pixel 3 XL, sind die Schatten etwas dunkler, obwohl wie Auto-HDR aktiviert haben.

Eigenartigerweise ändert sich daran auch nichts, wenn wir manuell HDR oder sogar HDR+ aktivieren. Alle Bilder sind in etwa gleich belichtet und haben eine ähnliche Bilddynamik, die dunkle Stellen tendenziell eher dunkler lässt. Lediglich im 40-Megapixel-Modus des P20 Pro, der auf HDR-Verbesserungen verzichtet, erhalten wir weniger ausgeglichenere Bilder als beim Pixel 3 XL.

Was die Schärfe betrifft, liegen das Pixel 3 XL und das P20 Pro im 10-Megapixel-Modus nahe beieinander. Das P20 Pro hat eine etwas stärkere Kantenschärfung, weswegen die Bilder in der Vergrößerung unwesentlich schärfer sind, dafür aber bei sehr feinen Strukturen etwas weniger Details haben. Schalten wir das Huawei-Smartphone in den 40-Megapixel-Modus, kann das Pixel 3 XL von der Schärfe her nicht mehr mithalten.

Bilder sind weniger scharf als beim Pixel 2 XL

Verglichen mit dem Pixel 2 XL erkennen wir bei Tageslichtaufnahmen nur minimale Unterschiede. Die Bilder des neuen Modells sind von den Farben her etwas intensiver. Die Schärfe ist nahezu identisch, bei starker Detailvergrößerung waren wir allerdings überrascht: Das Pixel 2 XL zeigt in unseren Aufnahmen in den Details eine bessere Schärfe, was wir nach der Ankündigung der Pixel-Shift-Funktion ehrlich gesagt nicht erwartet hätten. Diese soll für schärfere Aufnahmen sorgen - was sie offenbar nicht tut.

Den neuen Nachtmodus Night Side konnten wir noch nicht ausprobieren, da er erst mit einem Update auf das Pixel 3 XL kommen soll. Das Pixel 3 XL macht aber bereits jetzt recht gute Nachtaufnahmen, wobei diese nur bei immer noch ausreichendem Licht gut aussehen - etwa beleuchtete Straßen. Einen Vergleich mit dem Nachtmodus des P20 Pro kann das Pixel 3 XL aber auch in dieser Disziplin nicht gewinnen.

In unserem Extremtest - einem fast komplett dunklen Raum ohne Fenster - schneidet das Pixel 3 XL ähnlich wie der Vorgänger ab. Wir können wieder im Grunde überhaupt nichts erkennen. Verglichen mit dem P20 Pro ist das Ergebnis immer noch sehr schlecht, sowohl den Nachtmodus als auch den Standardmodus betreffend. Auch andere Konkurrenzgeräte sind dem Pixel 3 XL hier weit voraus.

Gute Porträtaufnahmen

Porträtaufnahmen macht das Pixel 3 XL wie sein Vorgänger mit unscharf maskiertem Hintergrund. Dafür benötigt Google immer noch kein zweites Objektiv: Der Algorithmus schafft es auch beim neuen Modell, den Vorder- und Hintergrund gut zu trennen. Entsprechend können wir den Modus auch bei der Frontkamera mit guten Ergebnissen verwenden. Hier gefallen uns die Bilder von der Belichtung her häufig besser als beim P20 Pro.

Die Frontkamera des Pixel 3 XL besteht - anders als die Kamera auf der Rückseite - aus zwei Objektiven: einem normalen Weitwinkel sowie einem Superweitwinkel. Dadurch können Nutzer auch größere Personengruppen und mehr vom Hintergrund auf ein Bild bekommen. Bei Personen müssen wir allerdings aufpassen, diese nicht zu nah am Rand zu platzieren, da die Verzerrungen des Objektivs Gesichter sehr unnatürlich aussehen lassen können.

Insgesamt betrachtet ist die Kamera des Pixel 3 XL gut, solange genügend Licht vorhanden ist. Einen großen Unterschied zur Kamera des Pixel 2 XL sehen wir im Test allerdings zugegebenermaßen nicht - im Gegenteil: Der Vorgänger hat in den Details eine bessere Schärfe, dafür sind die Farben etwas weniger intensiv. Die Belichtung ist bei beiden Modellen identisch.

Ehrlich gesagt sind wir nach den Ankündigungen Googles etwas enttäuscht von der Kamera des Pixel 3 XL. Sie macht zwar tendenziell gute Bilder, kann aber nicht mit dem Kamerasystem dem P20 Pro mithalten. Googles Softwareverbesserungen können kein Multikamerasystem ersetzen, das zeigt der Vergleich mit Huaweis Smartphone sehr deutlich - der Algorithmus hat schlicht seine Grenzen. Porträtaufnahmen mit unscharf maskiertem Hintergrund bekommt Google weiterhin gut hin, bei Nachtaufnahmen und interessanterweise auch bei HDR-Aufnahmen hat das Pixel 3 XL aber klar das Nachsehen.

Die Top-Foto-Funktion finden wir praktisch, sie kann aber nicht verstecken, dass das Pixel 3 XL eine schlechtere Kamera als das P20 Pro hat, das bereits seit einem halben Jahr auf dem Markt ist. Selbst das Pixel 2 XL macht schärfere Aufnahmen. Unverständlich ist für uns, weshalb Google sich die Dualkamera für die Vorderseite vorbehalten hat; auf der Rückseite wäre ein derartiges Kamerasystem unserer Meinung nach deutlich besser aufgehoben gewesen.

Wie sich die Kamera des Pixel 3 XL verglichen mit anderen aktuellen Top-Smartphones schlägt, untersuchen wir in einem separaten großen Kameravergleichstest.

Gute Hardware ohne große Überraschungen

Wie beim Pixel 2 XL setzt Google bei der restlichen Hardware auf Bauteile der aktuellen Oberklasse, die allerdings keine nennenswerten Überraschungen bieten. Im Inneren arbeitet Qualcomms Snapdragon 845, der Arbeitsspeicher ist 4 GByte groß. Damit läuft das Smartphone aktuell noch flüssig in der Bedienung, verglichen mit der Konkurrenz sind 4 GByte RAM aber eher wenig. Das gilt auch für die Speicherausstattung, die wahlweise 64 und 128 GByte beträgt - ohne die Möglichkeit, eine Micro-SD-Karte zu verwenden. Sowohl Apple als auch Samsung bieten Modelle mit mehr Speicher an.

Im Geräte-Benchmark Geekbench erreicht das Pixel 3 XL einen Single-Wert von 2.300 Punkten. Das ist etwas weniger als andere Smartphones mit dem Snapdragon 845, in der alltäglichen Nutzung bekommen Anwender davon aber nichts mit. Im Icestorm-Unlimited-Test des 3DMark kommt das Smartphone auf 62.305 Punkte, was auf dem Level der Konkurrenz liegt. Im Grafiktest GFX Bench erreicht das Pixel 3 XL im Car-Chase-Test einen Offscreen-Wert von 35 fps, was ebenfalls auf dem Niveau der Konkurrenz liegt.

Das Pixel 3 XL unterstützt Cat16-LTE und WLAN nach 802.11ac, Bluetooth läuft in der Version 5.0, ein NFC-Chip ist eingebaut. Der GPS-Empfänger unterstützt auch Glonass, Galileo und Beidou. Ausgeliefert wird das Smartphone mit Android 9 alias Pie. Dieses bietet keine nennenswerten Unterschiede zur Version auf dem Pixel 2 XL, was nicht weiter überraschend ist. Wer bisher aber lieber die traditionelle Navigationsleiste anstelle der neuen Gestensteuerung genutzt hat, wird beim Pixel 3 XL enttäuscht: Nutzer müssen die Gestensteuerung verwenden.

Zum biometrischen Entsperren steht auf der Rückseite ein schnell arbeitender Fingerabdrucksensor zu Verfügung. Eine Entsperrung per Gesichtserkennung bietet das Pixel 3 XL nicht. Der Rahmen des Smartphones lässt sich wieder zusammendrücken, um beispielsweise den Google Assistant aufzurufen.

Der Akku hat eine Nennladung von 3.430 mAh und kann drahtlos geladen werden. Google liefert einen 18-Watt-Schnelllader mit, der das Smartphone in ca. 30 Minuten von null auf über 50 Prozent lädt. Einen Full-HD-Film können wir bei maximaler Helligkeit zehn Stunden lang anschauen, was ein guter Wert ist.

Verfügbarkeit und Fazit

Das Pixel 3 XL mit 64 GByte Speicher kostet 950 Euro. Für das Modell mit 128 GByte Speicher zahlen Kunden 1.050 Euro. Das Gerät kommt am 2. November 2018 in Deutschland auf den Markt und kann bereits vorbestellt werden.

Fazit

Google hat bei der Präsentation des Pixel 3 XL sehr viel Zeit für die Vorstellung der Kamera aufgewendet. Im Test konnte die Kamera des neuen Smartphones die gemachten Versprechungen allerdings nur bedingt halten, was uns zugegebenermaßen gewundert hat.

Das erstaunlichste ist, dass die Bilder des Pixel 3 XL weniger scharf sind als die des Pixel 2 XL. Zwar sieht man dies nur in der Vergrößerung, unverständlich ist es für uns aber allemal. Insgesamt betrachtet schneidet die Kamera des neuen Pixel in nahezu allen Bereichen schlechter ab als die des P20 Pro von Huawei, das damit seinen ersten Platz auf der Liste der besten Kamera-Smartphones verteidigt.

Hat das Pixel 2 XL Ende 2017 mit seinen guten Bildalgorithmen noch gegen die Dualkamera-Konkurrenz bestehen können, reichen die Softwareverbesserungen Ende 2018 bei der Dreifachkamera-Konkurrenz einfach nicht mehr aus. Daran ändert auch der gute Top-Foto-Mechanismus nichts, der zuverlässig die besten Fotos heraussucht, etwa bei Gruppenaufnahmen. Zumal es auch hier das Problem gibt, dass nicht alle Aufnahmen in hoher Qualität gespeichert werden.

Die weniger gute Qualität ist auch ohne Vergrößerung sichtbar, beispielsweise bei Motiven mit stärkeren Helligkeitsunterschieden. Auch hier macht das P20 Pro Bilder mit besserer Bilddynamik. Möglicherweise hätte sich Google die Dualkamera auf der Vorderseite sparen sollen und diese besser auf der Rückseite verbauen sollen.

Technisch top, aber ohne viele Highlights

Die restliche Hardware des Pixel 3 XL ist sehr gut, es gibt kaum etwas, das Nutzer bei dem Gerät vermissen dürften. Das Pixel 3 XL ist technisch ein sehr gutes Smartphone, gleichzeitig aber auch wieder etwas unspektakulär - die beste Kamera hat das Gerät eindeutig nicht. Wem ein pures Android von Google wichtiger als die Bildqualität und weitere Zusatzfunktionen ist, könnte mit dem Smartphone glücklich werden.

Bei uns überwiegt allerdings die Enttäuschung über die Kamera und die Frage, weshalb Nutzer sich nicht einfach das Pixel 2 XL kaufen sollten - das zahlreiche neue Kamerafunktionen per Update bekommen soll. Wer die beste Smartphone-Kamera verwenden möchte, wird diese beim Pixel 3 XL jedenfalls nicht finden.  (tk)


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