Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/jailbreak-sony-klagt-gegen-verkaeufer-von-geknackten-playstation-4-1810-137033.html    Veröffentlicht: 10.10.2018 10:10    Kurz-URL: https://glm.io/137033

Jailbreak

Sony klagt gegen Verkäufer von geknackten Playstation 4

60 gecrackte Spiele gab es gleich mit dazu: Sony hat in den USA einen Hacker verklagt, der geknackte Playstation 4 über Ebay verkauft hat. Um das zu belegen, hatte Sony selbst zwei der Konsolen bestellt.

Immerhin: Der Hacker mit dem Pseudonym Blackcloak13 hat korrekt geliefert, nachdem Sony bei ihm über Ebay zwei Playstation 4 mit Jailbreak bestellt hatte - mit rund 60 schwarzkopierten Spielen. Jetzt hat Sony laut einem Bericht auf Torrentfreak in Kalifornien eine Klage gegen den Mann eingereicht, der ebenfalls in dem US-Bundesstaat lebt.

Es ist der erste bekannte Fall, in dem Sony mit rechtlichen Schritten gegen einen Verkäufer von derartigen Jailbreak-PS4 vorgeht. Der Konzern wirft dem Beklagten unter anderem den Vertrieb von nicht korrekt lizenzierten Spielen sowie die Umgehung von Kopierschutzsystemen auf der Konsole vor.

Auf seiner Webseite wirbt der Beklagte mit seiner Erfahrung: "Ich jailbreake und modde Spielekonsolen seit 2006", schreibt Blackcloak13. Er mache die Arbeit gründlich, so dass die Geräte ruhiger laufen und entsprechend länger laufen würden - anders als bei irgendwelchen Kids, die seine Vorgehensweise kopieren würden.

Sony hatte über einen Mittelsmann zuerst im April und dann im Juni 2018 eine der geknackten Konsolen bestellt, bei der zweiten Lieferung soll unter anderem das damals relativ neue God of War beigelegen haben. Dazu soll es eine Anleitung gegeben haben, wie der Käufer an weitere Spiele als Download kommen könne.

Außerdem habe der Verkäufer eine Rücksendeadresse angegeben, über die er dann von den Anwälten von Sony identifiziert worden sei. Über die Höhe von Schadensersatzforderungen oder Ähnliches liegen bislang keine Informationen vor.

Die Playstation 4 ist seit Ende 2013 in Europa und den USA auf dem Markt. Im Oktober 2014 gab es erste Berichte über Sicherheitslücken, damals allerdings nur in Firmware 1.76. Seitdem haben Hacker es allerdings geschafft, zunehmend aktuellere Versionen der Firmware zu überwinden.  (ps)


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