Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/project-xcloud-microsoft-steigt-ins-spielestreaming-ein-1810-136997.html    Veröffentlicht: 08.10.2018 18:53    Kurz-URL: https://glm.io/136997

Project Xcloud

Microsoft steigt ins Spielestreaming ein

Gerade hat Google sein Project Stream angekündigt, nun stellt Microsoft sein Project Xcloud vor. Das soll Spielestreaming auf Windows-PCs, Konsolen und mobilen Endgeräten bieten. Das Unternehmen hat für seine Azure-Rechenzentren sogar eigene Blades entworfen.

Auf der Spielemesse E3 im Juni 2018 hat Microsoft erstmals eine Andeutung über Spielestreaming gemacht, jetzt folgt eine umfassendere Ankündigung. Das Unternehmen arbeitet unter dem Namen Project Xcloud daran, dass Spieler die Windows- und Xbox-Games künftig geräteunabhängig verwenden können, also auch auf Smartphone und Tablet. Laut der Vorstellung im Firmenblog ist das Ganze ein auf mehrere Jahre angelegtes Vorhaben. Öffentliche Tests sollen 2019 beginnen.

Bei internen Versuchen müsse die Onlineverbindung derzeit rund 10 MBit/s schaffen. Ziel sei es, interaktive Streamings in 4G-Netzen zu ermöglichen - aber mit 5G werde es natürlich einfacher. Die Steuerung soll auf Smartphones und Tablets mit einem neuartigen Touch-Verfahren sowie mit Controllern möglich sein, die per Bluetooth gekoppelt werden.

Mit Streaming ist auch bei Project Xcloud gemeint, dass das Spiel auf Servern von Microsoft ausgeführt wird und die Einzelbilder auf das Display des Nutzers übertragen werden. Der nimmt seine Eingaben vor, die Daten werden dann per Internet zurück zu den Servern geschickt und bearbeitet. Beim Streamingprozess gibt es gewisse Probleme bei der Grafik und Verzögerungen bei der Kontrolle etwa bei Sony unter dem Namen Playstation Now. Google hat gerade sein Project Stream vorgestellt, bei dem Spieler in den USA kostenlos Assassin's Creed Odyssey ausprobieren können.

Eine Besonderheit bei Microsoft ist neben der Integration von mobilen Endgeräten, dass der Hersteller in seinen Azure-Rechenzentren speziell für Project Xcloud konstruierte Blades einsetzen will, die jeweils die Arbeit von mehreren Xbox-Konsolen erledigen können sollen. Damit sollen nicht nur die rund 3.000 Spiele, die es momentan für die Xbox One gibt, als Stream spielbar sein, sondern auch die Tausenden, die noch kommen.  (ps)


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