Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-oktober-update-von-windows-10-iot-bringt-zehn-jahre-support-1810-136987.html    Veröffentlicht: 08.10.2018 11:43    Kurz-URL: https://glm.io/136987

Microsoft

Oktober-Update von Windows 10 IoT bringt zehn Jahre Support

Parallel zu Windows 10 1809 bringt Microsoft eine neue Version von Windows 10 IoT heraus. Sie verbessert die Machine-Learning-Fähigkeiten und den Hardwaresupport von NXP-Prozessoren. Ein wichtiger Punkt: Das Betriebssystem ist Teil des LTSC und wird damit für zehn Jahre unterstützt.

Neben dem October 2018 Update für Windows 10 bringt Microsoft auch eine neue Version seines Betriebssystems Windows 10 IoT mit heraus. Das Update bringt vorrangig den Support für Prozessoren und Sensoren des Partners NXP Semiconductors, berichtet das IT-Magazin Softpedia. Diese basieren auf der ARM-Architektur und finden in diverser Hardware für das Internet der Dinge Verwendung. Bisher unterstützt die Core-Version des Betriebssystems ARM-CPUs der Snapdragon-Serie von Qualcomm. Hinzu kommen NXP-Chips der Serien i.MX, 5, 6, 7 und 8m. Windows 10 IoT Enterprise ist sogar nur für x86-Chips von AMD und Intel ausgelegt.

Interessant für Kunden ist der Fakt, dass die neue Version nach langer Zeit wieder den Supportzeitraum erneuert. Fünf Jahre will Microsoft das Update standardmäßig unterstützen. Weitere fünf Jahre sind im Extended Support angedacht. Das Produkt ist Teil des Long-term Sevicing Channel LTSC. Gerade für IoT-Geräte könnte das wichtig sein, da diese innerhalb einer Fabrik, Anlage oder einer anderen Applikation teils keine weiteren Software- oder Hardware-Updates erhalten.

Machine Learning und Azure-Anbindung

Die neue Version des IoT-Betriebssystems soll weitere Machine-Learning-Funktionen bringen. Dazu zählt die Unterstützung des Formats Open Neural Network Exchange, das entsprechende Tools diverser Partner untereinander kompatibel macht. Dazu zählen Unternehmen wie AMD, ARM, HPE, IBM, Intel und Qualcomm. Microsoft bietet zudem weitere vortrainierte Machine-Learning-Modelle an, die Kunden für ihre IoT-Umgebungen verwenden können.

Weitere Neuerungen sind größtenteils Verbesserungen bei den Verwaltungsmöglichkeiten der gesammelten Sensordaten. Windows 10 IoT wird tiefer in den Cloud-Dienst Azure IoT integriert und unterstützt künftig das Gerätemanagement von Azure IoT.  (on)


Verwandte Artikel:
Microsoft: Maschinen mit Robot Operating System und Windows 10 steuern   
(01.10.2018, https://glm.io/136873 )
Microsoft: SQL Server auf Linux ist erfolgreichstes Serverprodukt   
(08.05.2018, https://glm.io/134280 )
Sicherheit: Fünf von sechs Routern enthalten bekannte Sicherheitslücken   
(05.10.2018, https://glm.io/136957 )
Torii: Neues IoT-Botnetzwerk ist gekommen, um zu bleiben   
(28.09.2018, https://glm.io/136860 )
Ubuntu: Canonical veröffentlicht Displayserver Mir 1.0   
(24.09.2018, https://glm.io/136740 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/