Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/studie-die-haeufigsten-arten-bei-selfie-aufnahmen-zu-sterben-1810-136950.html    Veröffentlicht: 05.10.2018 09:05    Kurz-URL: https://glm.io/136950

Studie

Die häufigsten Arten, bei Selfie-Aufnahmen zu sterben

Am Rand der Klippe, das Smartphone vor dem Gesicht, lächeln - und jetzt nur noch einen Schritt zurück für die ideale Position: Forscher haben untersucht, wie Menschen bei der Aufnahme von Selbstporträts zu Tode kommen. Besonders gefährlich sind Wasser, große Höhen und Verkehr.

Eine Forschergruppe aus Indien hat versucht zu ermitteln, wie viele Menschen beim Aufnehmen eines Selbstporträts sterben. Sie wertete Medienberichte aus dem Zeitraum Oktober 2011 bis November 2017 aus und kam weltweit auf 259 Todesopfer. Als besonders gefährlich erwiesen sich demnach in absteigender Häufigkeit Aufnahmen am oder im Wasser, in der Nähe von Fahrzeugen oder an Abhängen, wie Ars Technica zuerst berichtete.

Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse im Journal of Family Medicine and Primary Care. Die ermittelten Zahlen seien wahrscheinlich nur "die Spitze des Eisbergs", räumen sie ein. Es wurden der Studie nur englischsprachige Medienberichte aus verschiedenen Ländern zugrunde gelegt, die die Schlagworte "selfie deaths; selfie accidents; selfie mortality; self photography deaths; koolfie deaths; mobile death/accidents" enthielten.

Die Forscher konstatieren, das menschliche Verhalten mache die Selbstporträts gefährlich. Jugendliche und Touristen seien häufig von dem Wunsch getrieben, "cool zu sein", die Fotos auf den sozialen Netzwerken zu posten und dafür mit Likes und Kommentaren belohnt zu werden. Die meisten Todesfälle im Zusammenhang mit Selbstporträts waren der Studie zufolge Ertrinkungsunfälle. Fotografen wurden von Wellen am Strand weggespült, kenterten mit Booten oder sprangen ins Wasser, ohne schwimmen zu können. Verkehrsmittel sind auch gefährlich, wobei über die meisten Todesfälle hier im Zusammenhang mit Zügen berichtet wurde. Die meisten Todesfälle mit Selfies und Schusswaffen ereigneten sich in den USA. Ihren Ergebnissen zufolge sind risikobereite Männer bei 72,5 Prozent der Todesfälle dabei und diese sind im Schnitt etwa 23 Jahre alt. Bei Selfieaufnahmen gab es die meisten Todesfälle in der Altersgruppe von 10 bis 29 Jahren. Geografisch lag Indien bei den Todesfällen mit 159 Fällen vorn, gefolgt von Russland mit 16, den USA mit 14 und Pakistan mit 11.

Die Forscher empfehlen, an gefährlichen touristischen Zielen, etwa entlang von Gewässern, auf Berggipfeln und auf hohen Gebäuden "No Selfie"-Zonen auszuweisen.

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