Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fraunhofer-und-huawei-produkte-fuer-lte-v2x-verfuegbar-1810-136904.html    Veröffentlicht: 02.10.2018 11:55    Kurz-URL: https://glm.io/136904

Fraunhofer und Huawei

Produkte für LTE-V2X verfügbar

Erste Produkte für LTE-V2X werden in Berlin ausprobiert. Direkte Kommunikation untereinander über Mobilfunk, ohne eine Basisstation dafür nutzen zu müssen, sei so möglich. Dazu ist eine genaue Lokalisierung erforderlich.

Ein Fraunhofer-Institut setzt die ersten kommerziellen LTE-V2X-Produkte von Huawei in seinem Testfeld in Berlin ein. Das gab das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (Fokus) am 2. Oktober 2018 bekannt. Mögliche Anwendungen sollen Gefahrenwarnung, elektronische Bremsanzeige (Notbremse) und Geschwindigkeitsempfehlungen von Ampeln sein. Michael Lemke, Senior Technology Principal Huawei Deutschland, sagte: "Wir freuen uns, dass in Deutschland neben dem WLAN-V2X-Standard nun eine weitere Technologie - auf Basis von LTE - kommerziell verfügbar wird und sie ihr Potenzial erstmals in einem etablierten innerstädtischen Testfeld unter Beweis stellen kann."

Laut Brancheninformationen unterstützen die Telekommunikationsunternehmen LTE-V2X, während der Verband der Automobilindustrie (VDA) ausschließlich für den WLAN-V2X-Standard eintritt. Huawei hat nach eigenen Angaben eine störungsfreie Koexistenz des WLAN-V2X und des Cellular-V2X-Standards erreicht.

Direkte Kommunikation untereinander über Mobilfunk, ohne eine Basisstation dafür nutzen zu müssen, soll so möglich werden. LTE-V2X ist eine Technologie für eine direkte Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation sowie Fahrzeug-zu-Infrastruktur- oder Fahrzeug-zu-Netzwerk-Kommunikation.

Damit dies funktioniert, müssen beide Fahrzeuge sehr genau wissen, wo sie sich in diesem Augenblick befinden. Die On-Board Unit (OBU) enthält GPS, was für Lokalisierungen ausreichend sein sollte. Zuvor testeten Vodafone, Huawei und der Automobilzulieferer Bosch im März 2017 bereits den Funkstandard LTE-V2X. Dabei ging es nur um den Connectivity-Beweis, noch nicht um eine genaue Lokalisierung. Der neue Einsatz soll zeigen, dass es bereits Produkte für LTE-V2X gibt.  (asa)


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