Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/betrugsvorwurf-us-boersenaufsicht-verlangt-abtritt-von-elon-musk-1809-136840.html    Veröffentlicht: 28.09.2018 07:46    Kurz-URL: https://glm.io/136840

Betrugsvorwurf

US-Börsenaufsicht verlangt Abtritt von Elon Musk

Die US-Börsenaufsicht wirft Tesla-Chef Elon Musk vor, seine Aktionäre mit einem Tweet zum möglichen Rückzug von der Börse irregeführt zu haben. Sie fordert zudem, Musk solle keine Aktiengesellschaft mehr leiten dürfen.

Die US-Wertpapieraufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, SEC) hat Klage gegen Elon Musk wegen Betrugs eingereicht. Der Tesla-Chef soll zudem von seinem Posten abberufen werden und nicht länger eine Aktiengesellschaft führen dürfen.

Die SEC wirft Musk vor, "eine Reihe von falschen und irreführenden Aussagen gemacht zu haben". Hintergrund ist ein Tweet Musks aus dem August 2018, in dem dieser einen möglichen Rückzug von der Börse ankündigte: Er habe die Finanzierung eines Firmenübernahmeangebots gesichert.

Die SEC schreibt in ihrer Klage: "Musk machte seine falschen und irreführenden öffentlichen Aussagen zu Tesla mitten am aktiven Handelstag mit seinem privaten Smartphone. Er diskutierte den Inhalt der Aussagen mit niemand anderem, bevor er sie an seine über 22 Millionen Twitter-Follower und alle anderen mit Internetzugang veröffentlichte. Er teilte der Nasdaq auch nicht mit, dass er beabsichtige, diese öffentliche Ankündigung zu machen, wie es die Nasdaq-Regeln erfordern."

Der Aktienkurs Teslas verlor nach Bekanntwerden der Klage zehn Prozent seines Wertes.

Musk kommentierte in der New York Times: "Diese ungerechtfertigte Aktion der SEC hinterlässt bei mir tiefe Trauer und Enttäuschung. Ich habe immer im besten Interesse der Wahrheit, der Transparenz und der Anleger gehandelt. Integrität ist der wichtigste Wert in meinem Leben, und die Fakten werden zeigen, dass ich diesen in keiner Weise gefährdet habe."

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