Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/airbnb-konkurrent-ferienwohnungsplattform-wimdu-soll-geschlossen-werden-1809-136828.html    Veröffentlicht: 27.09.2018 16:27    Kurz-URL: https://glm.io/136828

Airbnb-Konkurrent

Ferienwohnungsplattform Wimdu soll geschlossen werden

Der Airbnb-Klon Wimdu ist am Ende. Einst angetreten, um Airbnb den Markt streitig zu machen, wird nun der Betrieb bis zum Jahresende abgewickelt.

Die Ferienwohnungsplattform Wimdu soll geschlossen und über 100 Beschäftigte entlassen werden. Das berichtet das Onlinemagazin Gruenderszene.de unter Berufung auf Beschäftigte. Das Unternehmen hat Golem.de den Bericht bestätigt.

"Angesichts bedeutender finanzieller und geschäftlicher Herausforderungen wird Wimdu den Betrieb bis Ende 2018 einstellen. Das Unternehmen zählt 100 Mitarbeiter in Berlin und Lissabon", erklärte Wimdu in einer Stellungnahme.

Darin hieß es weiter, alle Gäste und Gastgeber könnten erwarten, dass Buchungen mit einem Check-in-Datum vor dem oder am 31. Dezember 2018 professionell durchgeführt werden. Alle Gäste mit Buchungen im Jahr 2019 würden separat kontaktiert. "Die meisten Mitarbeiter werden bis zum Ende des Jahres freigestellt", hat Gruenderszene.de erfahren.

Wimdu mit 90 Millionen US-Dollar ausgestattet

Wimdu ist eine Unternehmensgründung der Samwer-Brüder und der schwedischen Risikokapital-Beteiligungsgesellschaft Kinnevik, die im Frühjahr 2011 mit 90 Millionen US-Dollar ausgestattet wurde. Die Samwer-Brüder eröffneten laut Informationen des Tagespiegels innerhalb weniger Monate Büros in 20 Ländern und engagierten 400 Beschäftigte. Es handelte sich um die bis dahin größte Investition in ein europäisches Startup. Die Wirtschaftswoche zählte Wimdu zu den wichtigsten Startups des Jahres 2011. Eine "existenzielle Bedrohung" sei der Konkurrent gewesen, sagte Airbnb-Gründer Brian Chesky. "Andrew Mason warnte uns, dass die Samwer-Brüder unbarmherzig seien und alles tun würden, um uns zu töten."

Vor zwei Jahren hatte der Finanzinvestor Platinum Equity die Firma übernommen. Die Plattform bot zuletzt nach eigenen Angaben 350.000 Ferienwohnungen an.  (asa)


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