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Chinesische x86-CPU

Zhaoxin zeigt KX-6000 mit acht Kernen und 16 nm

Die nächste Generation der chinesischen x86-CPU mit Lujiazui-Architektur ist dank 16-nm-Fertigung und 3 GHz deutlich schneller als zuvor. Zhaoxin wirbt mit der Geschwindigkeit eines Core i5 aus Intels Kaby-Lake-Familie.

Der chinesische Hersteller Zhaoxin hat vor einigen Tagen seine KX-6000 genannten x86-CPUs offiziell vorgestellt. Die Prozessoren basieren auf einer ursprünglich von Via entwickelten Mikroarchitektur, deren Verfeinerung als Lujiazui bezeichnet wird. Größter Unterschied zu den KX-5000 genannten Vorgängern ist die gestiegene Leistung, da Zhaoxin durch kleinere Anpassungen sowie dank 16-nm-Verfahren höhere 3 GHz erreicht.

Zhaoxin spricht von der Geschwindigkeit eines Core i5 aus Intels Kaby-Lake-Generation, gemeint ist ein Desktop-Chip. Die neuen KX-6000 haben weiterhin acht Kerne, 256 KByte L1D/L1I-Cache, 4 MByte L3-Puffer pro Quadcore-Cluster, eine integrierte Direct3D-11.1-Grafikeinheit, PCIe-Gen3-Lanes und einen Dualchannel-Speichercontroller für nun DDR4-3200 statt DDR4-2133. Unklar ist, welche Verbesserungen die Lujiazui-Technik verglichen mit der Wudaokou-Architektur aufweist. Mit 3 GHz im 16-nm-Node bei der TSMC steigt aber der Takt ausgehend von bisher 2 GHz per 28-nm-Fertigung bei der HLMC deutlich.

Schon die KX-5000 unterstützen die AVX-Befehlssatzerweiterung, wir wissen aber nicht, ob die KX-6000 auch AVX2 beherrschen. Unklar ist ebenfalls, ob die alten und die neuen Prozessoren eine Pin-Kompatibilität aufweisen und ob die KX-6000 den bisherigen ZX-200-Chip für Sata 6 GBit/s und USB 3.1 Gen2 anbinden können. Aus Sicht von Zhaoxin wäre beides erstrebenswert. Auf die KX-6000 folgen wie erwartet die KX-7000, sie sollen mit DDR5 und PCIe 4.0 umgehen können.

Alle Zhaoxin-Prozessoren unterstützen Linux und Windows 10, die darauf basierenden Systeme werden außerhalb von China aber nicht verkauft. Übrigens: Die Codenamen der KX-Chips wie Zhangjiang, Wudaokou oder Lujiazui sind Stationen von U-Bahnen in chinesischen Städten wie Peking und Schanghai.  (ms)


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