Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/automatisierung-subaru-ruft-autos-wegen-roboterfehler-zurueck-1809-136739.html    Veröffentlicht: 24.09.2018 13:42    Kurz-URL: https://glm.io/136739

Automatisierung

Subaru ruft Autos wegen Roboterfehler zurück

Ein Fehler in der Produktion hat den japanischen Autohersteller Subaru dazu gezwungen, knapp 300 Fahrzeuge zurückzurufen. Schweißroboter hatten ihre Arbeit nicht richtig gemacht.

Wir werden, so befürchten viele, alle sterben, wenn Roboter alles machen. Ein Vorfall in einem US-Werk von Subaru scheint das zu bestätigen: Der japanische Autohersteller musste knapp 300 Fahrzeuge zurückrufen - wegen eines vermeintlichen Roboterfehlers.

Es bestehe die Möglichkeit, dass einige Schweißpunkte nicht gesetzt seien, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens an die US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA). "Dadurch kann die Stabilität der Karosserie beeinträchtigt sein." Das gehe aus den Protokollen der Schweißroboter hervor, begründet Subaru den Rückruf.

Die Roboter stehen in Subarus Werk in Lafayette im US-Bundesstaat Indiana und bauen das Sports Utility Vehicle (SUV) Subaru Ascent. Sie hatten einige Punktschweißungen an der B-Säule der Fahrzeuge ausgelassen. Die B-Säule bildet in der Mitte der Fahrgastzelle die Verbindung zwischen dem Unterboden und dem Dach und sorgt für Stabilität. Zudem sind daran die Aufhängungen für die Hintertüren befestigt. Bei einem Unfall könnte durch den Fehler die Sicherheit der Insassen beeinträchtigt sein.

Der Fehler fiel bei einer Routinekontrolle auf

Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen dem 1. und dem 21. Juli 2018 gebaut wurden, allerdings nicht alle. Aufgefallen war der Fehler bei einer Routinekontrolle. Schuld waren allerdings nicht die Roboter, sondern schlicht ein Programmierfehler, also der Mensch.

Abgesehen vom Image hält sich der Schaden für Subaru in Grenzen: Es geht um insgesamt 293 SUVs. Davon waren nach Informationen der US-Verbraucherschutzorganisation Consumer Reports (CR) lediglich neun bereits an Kunden ausgeliefert.

Die Automobilbranche ist schon stark automatisiert, und die Hersteller versuchen, den Grad der Automatisierung noch weiter zu erhöhen. Das führt nicht immer zum Erfolg: Der US-Elektroautohersteller Tesla wollte die Endmontage des Model 3 praktisch komplett automatisieren. Das führte zu großen Problemen und dazu, dass der Hersteller die Fahrzeuge anfangs in zu geringer Stückzahl baute.

Schließlich sah sich Tesla gezwungen, die Automatisierung zumindest zeitweise zurückzufahren. Die übermäßige Automatisierung sei ein Fehler gewesen. "Um genau zu sein: mein Fehler", sagte Tesla-Chef Elon Musk. "Menschen werden unterschätzt."  (wp)


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