Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/echo-input-amazon-macht-jede-musikanlage-fuer-40-euro-alexa-faehig-1809-136688.html    Veröffentlicht: 21.09.2018 07:27    Kurz-URL: https://glm.io/136688

Echo Input

Amazon macht jede Musikanlage für 40 Euro Alexa-fähig

Amazon hat Echo Input vorgestellt - quasi einen Echo Dot ohne Lautsprecher. Damit kann die eigene Musikanlage für wenig Geld Alexa-fähig gemacht werden. Die Neuvorstellungen Echo Link und Echo Link Amp haben einen anderen Zweck.

Diese Konstellation ist gar nicht so selten: Ein Echo Dot ist über ein Kabel mit einer Musikanlage verbunden, um so eine Alexa-Steuerung zusammen mit einer hochwertigen Musikwiedergabe zu erhalten. Bei diesem Aufbau wird der Lautsprecher im Echo Dot nie verwendet. Wer ein solches System aufbauen will, muss nicht mehr 60 Euro für einen Echo Dot ausgeben: Amazon bringt den Echo Input für 40 Euro auf den Markt.

Anders als die auf der gleichen Amazon-Veranstaltung vorgestellten Neuerungen, Echo Dot, Echo Plus, Echo Sub, Echo Show und Smart Plug, wird Echo Input nicht bereits im Oktober 2018 auf den Markt kommen. Der Verkaufsstart ist irgendwann in diesem Jahr geplant. Den Echo Input wird es in schwarz oder weiß geben.

Zur Verbindung mit einer Musikanlage hat der Echo Input eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Es können aber auch andere Aktivlautsprecher angesprochen werden. Außerdem wird eine Einbindung über Bluetooth geboten. Echo Input hat vier Fernfeldmikrofone und soll damit besonders gut lauschen können, um Zurufe jederzeit zu verstehen.

Auf der Oberseite des Echo Input gibt es eine Stummschalttaste, mit der sich die Mikrofone ausschalten lassen. Zudem ist eine Aktionstaste vorhanden, um Alexa darüber statt mit dem Signalwort zu aktivieren. Bei Aktivierung gibt es nur einen LED-Punkt, nicht den Echo-Leuchtring der anderen Echo-Lautsprecher. Die Musikanlage oder der damit verbundene Lautsprecher können über die Alexa-Multiroom-Funktion mit anderen Echo-Lautsprechern verknüpft werden. Die Multiroom-Funktion steht derzeit nicht für Alexa-Lautsprecher anderer Hersteller zur Verfügung.

Mit Echo Input verhält sich eine Musikanlage wie ein smarter Lautsprecher. Auf Zuruf kann Musik entweder von Amazon Music, Spotify Premium oder Deezer abgespielt werden, die dann über die an der Anlage angeschlossenen Lautsprecher ertönt. Wer mag, kann sich auch mit Musik von der Anlage wecken lassen.

Zudem kann Alexa für die Beantwortung alltäglicher Fragen verwendet werden. Der Nutzer kann sich den Wetterbericht, tagesaktuelle Nachrichten oder Sportergebnisse ansagen lassen. Auch die Steuerung von Smart-Home-Komponenten auf Zuruf ist möglich. Mit einem einfachen Sprachbefehl können Gegenstände auf die Alexa-Einkaufsliste gesetzt werden; der Nutzer kann sich auch an Aufgaben erinnern lassen.

Nachtrag vom 21. September 2018, 10:40 Uhr

Bislang nur für die USA stellte Amazon zudem die beiden Produke Echo Link sowie Echo Link Amp vor. Obwohl beide Produkte die Bezeichnung Echo im Namen tragen, haben die Geräte keine Mikrofone. Sie übernehmen also - anders als der Echo Link - nicht die Aufgabe, eine Musikanlage mit einer Sprachsteuerung zu versehen. Für beide Echo-Link-Produkte ist ein Alexa-Lautsprecher erforderlich - möglicherweise muss es sogar einer von Amazon sein; das ist noch nicht klar.

Der Echo Link wird zwischen Verstärker und zwei klassischen Lautsprechern gehängt, ist dann für die Alexa-Multiroom-Musikwiedergabe verfügbar und kann für die Wiedergabe von Musikstreamingdiensten verwendet werden. Der Echo Link Amp enthält noch einen Verstärker dazu, so dass neben zwei Lautsprechern auch andere Zuspielgeräte direkt daran angeschlossen werden können. Im Unterschied zum Echo Link ertönen die Alexa-Ansagen vom smarten Lautsprecher und gehen nicht über die Musikanlage.

Bislang kündigte Amazon beide Echo-Link-Geräte nur für den US-Markt an. Der Echo Link soll im Laufe des Jahres für 200 US-Dollar erscheinen. Ebenfalls noch dieses Jahr ist der Echo Link Amp für 300 US-Dollar geplant. Ob die Echo-Link-Geräte auch in Deutschland erscheinen, ist nicht bekannt.

Auch zu diesem Thema:  (ip)


Verwandte Artikel:
Echo Link: Amazon hält sich für Sonos   
(21.09.2018, https://glm.io/136713 )
Echo Sub und Alexa Multiroom im Test: Amazon braucht Nachhilfe von Sonos   
(12.12.2018, https://glm.io/138181 )
Amazon Alexa: Stimmenerkennung startet in Deutschland - mit Beschränkungen   
(07.12.2018, https://glm.io/138128 )
Aufmerksamkeitsmodus: Alexa hört nach Befehl für einige Sekunden weiter zu   
(30.11.2018, https://glm.io/138003 )
Google Home: Google Assistant weckt Nutzer mit Musik   
(12.12.2018, https://glm.io/138203 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/