Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-managed-desktop-microsoft-wird-zum-it-systemhaus-1809-136613.html    Veröffentlicht: 18.09.2018 10:58    Kurz-URL: https://glm.io/136613

Microsoft Managed Desktop

Microsoft wird zum IT-Systemhaus

Windows 10, Microsoft 365, Azure-Cloud - und alles wird von Microsoft selbst beim Kunden installiert und verwaltet. Microsoft Managed Desktop ist ein Komplettpaket, welches das Unternehmen Geschäftskunden bieten will. Das erinnert an die Dienstleistungen eines IT-Systemhauses.

Microsoft Managed Desktop (MMD) ist ein neuer Dienst, den die Windows-Entwickler künftig für Unternehmenskunden anbieten wollen. Microsoft übernimmt dabei die Betreuung und Analyse von IT-Hardware und Software beim Kunden. MMD wird Teil des Paketes Microsoft 365, das Office 365, den Cloud-Dienst Azure und Windows 10 als mietbare Lizenzen miteinander vereint. "MMD ermöglicht Kunden die Maximierung ihres Geschäftsbereiches, während Microsoft ihre modernen Desktops verwaltet", sagt Microsoft-Generaldirektor Bill Karagounis in der Ankündigung.

Kern von MMD ist ein zentralisiertes Analysesystem, das Microsoft in seiner Cloud hostet. Das Unternehmen sammelt verschiedene Diagnosedaten von Kunden, um Fehler zu finden und zu beseitigen, Updates einzuspielen oder neue Clients einzureichen. Für bestimmte Prozesse wird dazu eine automatisierte und von Machine Learning unterstützte Software genutzt, etwa um den Grund für einen Updateblocker herauszufinden.

Partner wie Accenture, Dell und HP

Als zweiten Teil des Angebots gibt Microsoft das Feedback von Nutzern an. Das Unternehmen will auf Kundenwünsche und Vorlieben eingehen und darauf reagieren. Gleichzeitig geht Microsoft eine Partnerschaft mit diversen Hardwareherstellern wie HP und Dell ein. Es wird nicht explizit genannt, aber es ist wahrscheinlich, dass diese die Notebooks und Desktops für MMD bereitstellen - Geräte, die nach Karagounis' Ansicht den "Spezifikations- und Laufzeitanforderungen entsprechen". IT-Dienstleister in den verschiedenen Regionen wie Accenture, DXC oder HCL helfen Microsoft dabei, MMD an Kunden zu bringen und diese zu beraten. Weitere Partner sollen folgen.

MMD wird bereits im kleinen Rahmen in den USA und im Vereinigten Königreich praktisch genutzt. Microsoft will seine Funktion als IT-Systemhaus Anfang 2019 in weitere Länder bringen, darunter Australien, Kanada und Neuseeland. In der zweiten Hälfte des Jahres 2019 sollen weitere Nationen folgen.  (on)


Verwandte Artikel:
Microsoft: Office 365 bekommt Live-Streaming für Unternehmen   
(07.09.2018, https://glm.io/136458 )
Microsoft: Windows Server 2016 aktualisiert sich extrem langsam   
(31.05.2018, https://glm.io/134686 )
October 2018 Update: Onedrive löscht bald wenig genutzte synchronisierte Daten   
(13.09.2018, https://glm.io/136557 )
Microsoft: Admin-Tool bringt Teams und Skype for Business zusammen   
(06.04.2018, https://glm.io/133706 )
Office: Microsoft 365 zeigt LinkedIn-Informationen von Kontakten an   
(26.09.2017, https://glm.io/130260 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/