Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ultrabook-chips-intels-achte-generation-besteht-aus-sieben-generationen-1808-136248.html    Veröffentlicht: 29.08.2018 10:37    Kurz-URL: https://glm.io/136248

Ultrabook-Chips

Intels achte Generation besteht aus sieben Generationen

Wer einen aktuellen Intel-Prozessor für Notebooks kauft, muss genau hinschauen: Die 8th Gen Core umfassen mittlerweile über ein halbes Dutzend verschiedene Designs, die sich teils ziemlich stark unterscheiden. Einige haben etwa eine AMD-Grafikeinheit und andere keine.

Intel hat mal wieder die achte Generation an Core-Chips für Ultrabooks vorgestellt, denn eigentlich veröffentlichte der Hersteller die 8th Gen schon vergangenes Jahr. Hintergrund ist, dass Intel bis auf eine Ausnahme immer noch bei der 14-nm-Fertigung festhängt und neue Designs mit meist geringfügigen Änderungen und mit neuem Codename in die vorhandene achte Generation einpflegt. Wir schlüsseln die Prozessoren nach Leistungsklassen auf.

Alles in allem beseht die 8th Gen aus sieben Designs: Im Segment mit 4 bis 5 Watt gibt es die neuen Amber Lake Y mit zwei Kernen und 14 nm. Darüber befindet sich der Kaby Lake Refresh mit vier Cores und 15 Watt und 14+ genannter Technik, ihm folgen die neuen Whiskey Lake U mit ebenfalls vier Kernen und 15 Watt, aber 14++ als Fertigungsverfahren. Zudem gibt es mit dem Core i3-8121U noch einen einzigen Cannon Lake U, einen Dualcore im 10-nm-Node ohne integrierte (sprich deaktivierte) Grafikeinheit.

Leistungsfähiger sind die Coffee Lake U, also Quadcores mit 28 Watt und schneller Iris-Plus-iGPU für beispielsweise Apples Macbooks. Für Notebooks verkauft Intel die Coffee Lake H mit sechs Kernen und 45 Watt, sie werden von den Kaby Lake G mit vier Cores und Vega-Grafikeinheit im 65-Watt-Package ergänzt. Alle Designs basieren auf der alten Skylake-Mikroarchitektur und der Gen9.5-Grafiktechnik von Kaby Lake, nur Cannon Lake ist in beiden Fällen moderner und beherrscht unter anderem AVX-512-Befehle.

Die Unterschiede zwischen dem Kaby Lake Refresh und Whiskey Lake U liegen neben der Fertigung (14++ statt 14+) beim Chipsatz: Der wird in 14 nm statt in 22 nm produziert und unterstützt USB 3.1 Gen2 nativ, zudem integriert er den Mac-Teil für ac-Gigabit-Wi-Fi. Das reduziert die Kosten für Partner leicht, ein sogenanntes Companion-Modul mit den Phys ist aber weiterhin notwendig. Die Änderungen am Chipsatz erfordern zudem einen neuen BGA-Sockel, also überarbeitete Notebook-Platinen seitens der Hersteller.

In wenigen Wochen wird Intel dann die neue 9th Gen einführen: Prozessoren wie der Core i9-9900K (Coffee Lake Refresh) haben acht Kerne mit Skylake-Technik, der Core i5-9600K hingegen ist vermutlich ein Speed Bump des Core i5-8600K.  (ms)


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