Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/open-source-werkzeug-curl-bekommt-offizielle-eigene-windows-builds-1808-136247.html    Veröffentlicht: 29.08.2018 09:49    Kurz-URL: https://glm.io/136247

Open-Source-Werkzeug

Curl bekommt offizielle eigene Windows-Builds

Das kleine Kommandozeilenwerkzeug Curl - zum Herunterladen von Dateien im Web - läuft schon seit seiner Entstehung auch auf Windows. Mittlerweile verteilt sogar Microsoft eigene Windows-Builds. Nun liefert die Curl-Community auch eigene offizielle Windows-Builds aus.

Das Open-Source-Werkzeug Curl zum Dateitransfer und -download im Web ist eigentlich ein inzwischen schon klassisches Unix-Tool. Doch das hilfreiche Werkzeug, das häufig auch in Autos oder Waschmaschinen eingesetzt wird, läuft auch schon seit mehr als 20 Jahren auf Windows. Das Curl-Projekt erhält nun erstmals seit Jahren wieder "offiziell und abgesegnete Curl-Builds für Windows", wie der Projektgründer und Maintainer Daniel Stenberg in seinem Blog schreibt.

"Das bedeutet, dass wir eine Reihe empfohlener Curl-Pakete haben, die wir Benutzern unter Windows zum Herunterladen empfehlen", schreibt Stenberg dazu als Erklärung. Unter "Linux, MacOS, Cygwin oder so ziemlich jeder anderen Alternative, die es da draußen gibt", müssten Nutzer ihre Software in Binärform nicht von einer eventuell zufälligen Webseite herunterladen, heißt es weiter. Stenberg zufolge seien Windows-Nutzer aber leider genau dazu gezwungen.

Zwar gab es eine Zeit lang bereits offizielle Windows-Builds von Curl, der zuständige Betreuer hatte das Curl-Projekt jedoch verlassen. Diesen Missstand behebt das Projekt nun durch die Übernahme der Builds eines Entwicklers, der bereits Curl-Builds für Windows pflegt. Diese werden nun also auch über die offizielle Curl-Downloadwebseite verteilt und Nutzer können die Software damit von einer vertrauenswürdigen Quelle beziehen.

Zusätzlich zu den nun offiziellen Windows-Builds des Curl-Projekts haben Nutzer seit Anfang dieses Jahres auch die Möglichkeit, ein Curl-Build in Windows 10 zu beziehen, das von Microsoft gepflegt wird. Zu diesem Schritt hat sich Microsoft entschieden, nachdem der Befehl Curl zunächst nur ein Alias für die Powershell gewesen ist, was Nutzern des echten Curl einige Probleme bereitet hat.  (sg)


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